Lapsus$: Hacker veröffentlichen Samsung-Quellcode und interne Daten

Der südkoreanische Elektronik-Hersteller Samsung ist von einem Hacker-Angriff betroffen. Die Erpresser-Gruppe Lapsus$ hat es geschafft, fast 190 Gigabyte an Quellcode und internen Daten abzugreifen. Inzwischen wurden die Daten geleakt und zum Download bereitgestellt.
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Wie Bleeping Computer schreibt, wird der Leak über Peer-to-Peer verbreitet. Damit stehen die Daten kostenlos zur Verfügung. Das bereitgestellte Archiv enthält den Quellcode für jedes Trusted Applet in Samsungs TrustedZone. Zudem werden Details zu den DRM-Modulen und weiteren technischen Schutzmechanismen aufgeführt. Da neben dem Quellcode für die Einrichtung der Aktivierungs-Server auch der Quellcode für die Authentifizierung von Samsung-Accounts durchgesickert ist, dürften Nutzerkonten demnächst nicht mehr sicher sein. Lapsus$ LeakDie Hacker-Gruppe Lapsus$ hat 190 GB an internen Samsung-Daten abgegriffen Darüber hinaus wurden auch die Algorithmen für alle biometrischen Entsperr-Mechanismen von Samsung-Geräten veröffentlicht. Im Archiv ist der vollständige Quellcode des Bootloaders neuerer Smartphones enthalten. Momentan ist noch nicht abzusehen, welchen Schaden der Leak bei Samsung verursachen wird.

Wie es die Gruppe geschafft hat, in das interne Netzwerk des Herstellers einzudringen, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt noch offen. Außerdem ist unklar, ob die Hacker vor der Veröffentlichung der Daten versucht haben, Samsung zu erpressen und zu einer Zahlung zu bewegen. Bisher hat sich das südkoreanische Unternehmen nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert.

Datensätze von Nvidia entwendet

Neben Samsung hatte die Erpresser-Gruppe Lapsus$ auch Datensätze von Nvidia gestohlen. Hierzu zählen über 70.000 Mail-Adressen und die Passwörter von zahlreichen Mitarbeitern. Zudem haben die Hacker mit Hilfe interner Daten ein Tool entwickelt, welches die Hashrate-Limitierung von GeForce RTX-Grafikkarten aushebeln kann. Hiervon sollen vor allem Kryptominer profitieren. Für den LHR-Bypass verlangen die Hacker jedoch einen hohen Preis.

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