Journalist, der sich HTML-Code angesehen hat, ist doch kein "Hacker"
Das bei uns längst sprichwörtliche "Neuland" ist kein deutsches Phänomen, auch anderswo tun sich Politiker schwer, die Grundlagen des Internets zu verstehen. Mike Parson, Gouverneur von Missouri, musste nun erfahren, dass das Ansehen des HTML-Seitencodes kein Hacking ist.
Die meisten Nutzer, die auch nur einen Ticken besser wissen, wie man eine Webseite handhabt, sind sich aller Wahrscheinlichkeit nach im Klaren, was der Seitenquelltext einer Webseite ist. In der Regel kann man per Strg + U oder auch einen Rechtsklick den HTML-Code einer gerade offenen Webseite einsehen. Das ist regelrecht banal und alles andere als eine Hexenkunst. Zwar bedarf es Fachwissen zur Hypertext Markup Language (HTML), um daraus wirklich schlau zu werden, grundsätzlich ist das aber jedem frei zugänglich.
Das hat auch ein Journalist der Zeitung St. Louis Post-Dispatch gemacht, Josh Renaud gelang es auf diese Weise, ein schwerwiegendes Leck in einer Webseite der Regierung des Bundesstaates Missouri aufzudecken. Denn im Seitencode waren die Sozialversicherungsnummern von Lehrern und anderen Schulangestellten zu finden, unverschlüsselt und für jeden in Klartext frei zugänglich. Das war für Gouverneur Mike Parson überaus peinlich und er wehrte sich gegen diese Enthüllung.
Doch wie Ars Technica berichtet, hat der zuständige Staatsanwalt Locke Thompson eine strafrechtliche Verfolgung ausgeschlossen. In einem Statement heißt es dazu: "Es lässt sich argumentieren, dass ein Verstoß gegen das Gesetz vorlag. Eine Durchsicht der Akte zeigt jedoch, dass die Kernfragen der Untersuchung auf nicht-rechtlichem Wege gelöst wurden." Der Staatsanwalt will seinen republikanischen Parteikollegen aber offenbar nicht vor den Kopf stoßen, denn die Formulierung ist relativ milde.
Parson will aber noch immer nicht einsehen, dass er schlichtweg Blödsinn von sich gibt. Denn das Büro des Gouverneurs veröffentlichte ebenfalls ein Statement, in diesem spricht man weiterhin von "Hacking" und einem Verbrechen.
Wir empfehlen dem Politiker deshalb folgendes Buch:
Das hat auch ein Journalist der Zeitung St. Louis Post-Dispatch gemacht, Josh Renaud gelang es auf diese Weise, ein schwerwiegendes Leck in einer Webseite der Regierung des Bundesstaates Missouri aufzudecken. Denn im Seitencode waren die Sozialversicherungsnummern von Lehrern und anderen Schulangestellten zu finden, unverschlüsselt und für jeden in Klartext frei zugänglich. Das war für Gouverneur Mike Parson überaus peinlich und er wehrte sich gegen diese Enthüllung.
"Hacker" sollte strafrechtlich belangt werden
Und zwar ganz im Sinne des Neulands: Denn Parson sah das Stöbern im Seitenquelltext als Hacken und wollte den Journalisten entsprechend strafrechtlich verfolgen lassen. Dabei wollte Renaud nur die Sicherheit der Behördenseite verbessern und ging dabei auch nach Standards des Security-Geschäfts vor. Er informierte die Zuständigen, damit diese die Lücke schließen können, bevor er seinen Fund veröffentlichte.Doch wie Ars Technica berichtet, hat der zuständige Staatsanwalt Locke Thompson eine strafrechtliche Verfolgung ausgeschlossen. In einem Statement heißt es dazu: "Es lässt sich argumentieren, dass ein Verstoß gegen das Gesetz vorlag. Eine Durchsicht der Akte zeigt jedoch, dass die Kernfragen der Untersuchung auf nicht-rechtlichem Wege gelöst wurden." Der Staatsanwalt will seinen republikanischen Parteikollegen aber offenbar nicht vor den Kopf stoßen, denn die Formulierung ist relativ milde.
Parson will aber noch immer nicht einsehen, dass er schlichtweg Blödsinn von sich gibt. Denn das Büro des Gouverneurs veröffentlichte ebenfalls ein Statement, in diesem spricht man weiterhin von "Hacking" und einem Verbrechen.
Wir empfehlen dem Politiker deshalb folgendes Buch:
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