Zensurvorwurf: Microsoft schließt Karrierenetzwerk LinkedIn in China
Microsoft hat sich recht überraschend für einen Rückzug des Karriere-Netzwerks LinkedIn aus China entschlossen. Nach Zensurvorwürfen vor einigen Wochen zieht der Konzern damit seine Konsequenzen und schaltet LinkedIn in der jetzigen Form für China ab.
Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Rund sieben Jahre nach dem offiziellen Start von LinkedIn in China zieht Microsoft damit nun den Stecker. Laut Reuters plant der Konzern aber eine abgespeckte Version der Plattform für China aufzubauen, die sich rein auf die Jobvermittlung konzentriert. Microsoft hatte sich dabei nach der Übernahme des Karriere-Netzwerks im Jahr 2016 bemüht, den Forderungen der chinesischen Regierung gerecht zu werden, ohne Einschränkungen beim Dienst vorzunehmen. Das war allerdings zum Scheitern verurteilt.
Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Siehe auch:
LinkedIn war das einzige große soziale Netzwerk eines US-Konzerns in China
LinkedIn selbst hat eine eigene Pressemitteilung zu dem schwierigen Zensur-Thema herausgegeben und sich auch schon im August umfangreich zu den Problemen in China geäußert. Jetzt bestätigt man das Aus für LinkedIn in China:
"China: Untergang der lokalisierten Version von LinkedIn und Start der neuen InJobs-App noch in diesem Jahr"
Uns war klar, dass der Betrieb einer lokalisierten Version von LinkedIn in China die Einhaltung der Anforderungen der chinesischen Regierung an Internetplattformen bedeuten würde. Obwohl wir das Recht auf freie Meinungsäußerung nachdrücklich unterstützen, haben wir diesen Ansatz gewählt, um für unsere Mitglieder in China und auf der ganzen Welt einen Mehrwert zu schaffen. Außerdem haben wir eine Reihe klarer Richtlinien aufgestellt, die wir befolgen können, falls wir unsere lokalisierte Version von LinkedIn in China jemals neu bewerten müssen.
Diese Strategie hat es uns ermöglicht, den Betrieb unserer lokalisierten Version von LinkedIn in China in den letzten sieben Jahren zu steuern, um unseren Mitgliedern in China zu helfen, einen Job zu finden, sich auszutauschen und informiert zu bleiben. Während wir unseren chinesischen Mitgliedern erfolgreich dabei geholfen haben, Jobs und wirtschaftliche Möglichkeiten zu finden, hatten wir nicht den gleichen Erfolg bei den eher sozialen Aspekten des Austauschs und der Information. Außerdem sehen wir uns in China mit einem deutlich schwierigeren Betriebsumfeld und höheren Anforderungen an die Einhaltung von Vorschriften konfrontiert. Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen, die derzeitige lokalisierte Version von LinkedIn, über die die Menschen in China auf die globale Social-Media-Plattform von LinkedIn zugreifen, im Laufe dieses Jahres einzustellen.
Uns war klar, dass der Betrieb einer lokalisierten Version von LinkedIn in China die Einhaltung der Anforderungen der chinesischen Regierung an Internetplattformen bedeuten würde. Obwohl wir das Recht auf freie Meinungsäußerung nachdrücklich unterstützen, haben wir diesen Ansatz gewählt, um für unsere Mitglieder in China und auf der ganzen Welt einen Mehrwert zu schaffen. Außerdem haben wir eine Reihe klarer Richtlinien aufgestellt, die wir befolgen können, falls wir unsere lokalisierte Version von LinkedIn in China jemals neu bewerten müssen.
Diese Strategie hat es uns ermöglicht, den Betrieb unserer lokalisierten Version von LinkedIn in China in den letzten sieben Jahren zu steuern, um unseren Mitgliedern in China zu helfen, einen Job zu finden, sich auszutauschen und informiert zu bleiben. Während wir unseren chinesischen Mitgliedern erfolgreich dabei geholfen haben, Jobs und wirtschaftliche Möglichkeiten zu finden, hatten wir nicht den gleichen Erfolg bei den eher sozialen Aspekten des Austauschs und der Information. Außerdem sehen wir uns in China mit einem deutlich schwierigeren Betriebsumfeld und höheren Anforderungen an die Einhaltung von Vorschriften konfrontiert. Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen, die derzeitige lokalisierte Version von LinkedIn, über die die Menschen in China auf die globale Social-Media-Plattform von LinkedIn zugreifen, im Laufe dieses Jahres einzustellen.
Neues Angebot soll "InJobs" heißen
Die neue Strategie für China besteht nun darin, den Schwerpunkt auf die Jobsuche in China zu begrenzen. Dazu soll noch in diesem Jahr "InJobs" starten - das wird eine neue, eigenständige Jobanwendung für China sein. Der neue Dienst wird keinen sozialen Feed und keine Möglichkeit zum Teilen von Beiträgen oder Artikeln enthalten. LinkedIn ist das einzige große soziale Netzwerk in US-Besitz, das in dem China tätig ist. Die chinesische Regierung verlangt dabei grundsätzlich bei Plattformen die Einhaltung strenger Regeln und Vorschriften.Siehe auch:
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