Chinas Anti-Bitcoin-Kurs ist erfolgreich - Miner ziehen in die USA um
Chinas harter Bruch mit den Bitcoin-Minern hat offenbar funktioniert. Mit den jüngsten Regelungen hat man es geschafft, die Branche quasi komplett loszuwerden. Nun müssen sich zunehmend die Infrastruktur-Betreiber in den USA mit diesen herumschlagen.
Für die Berechnungen im Hintergrund des Bitcoin-Netzes müssen riesige Mengen Energie aufgewandt werden. Das ist in Zeiten, in denen die Organisation der Stromerzeugung zu einer Überlebensfrage für die Menschheit geworden ist und sich alle Länder intensiver mit Fragen des Klimaschutzes und einer Energiewende auseinandersetzen müssen, zu einem nicht zu vernachlässigenden Problem geworden.
Noch vor einigen Monaten entfielen 44 Prozent der weltweiten Hashrate, also der gesamten Rechenleistung, die ins Bitcoin-Mining gesteckt wurde, auf Systeme, die in China standen. Der Wert ist jetzt auf Null gesunken, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht. Parallel dazu kletterte die Hashrate, die Rechner in den USA beitrugen, von 17 auf 35 Prozent. Aber auch Kasachstan legte in den Statistiken von 10 auf 18 Prozent zu.
Das kann allerdings in den USA durchaus der Fall sein. Denn teils werden hier von den Mining-Betreibern eigens Kraftwerke aufgebaut oder wieder in Betrieb genommen, mit denen die Computer-Anlagen direkt versorgt werden können. Aber auch einige Bundesstaaten versuchen die Miner mit günstigen Angeboten zu locken - wahrscheinlich in der Hoffnung, dass sie im Umfeld auch weitere IT-Firmen ansiedeln.
Auf der anderen Seite stehen dann eben Länder wie Kasachstan, wohin man bisher aufgrund niedrige Stromkosten ging. Hier dreht sich der Wind allerdings langsam. Denn die Mining-Aktivitäten haben dort ein solches Ausmaß angenommen, dass die zuständigen Stellen bereits neue Abgaben einführten, um die Entwicklung zu bremsen und das Energienetz des Landes zu stabilisieren.
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Noch vor einigen Monaten entfielen 44 Prozent der weltweiten Hashrate, also der gesamten Rechenleistung, die ins Bitcoin-Mining gesteckt wurde, auf Systeme, die in China standen. Der Wert ist jetzt auf Null gesunken, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht. Parallel dazu kletterte die Hashrate, die Rechner in den USA beitrugen, von 17 auf 35 Prozent. Aber auch Kasachstan legte in den Statistiken von 10 auf 18 Prozent zu.
Zwischenlösung oder mehr?
Das starke Wachstum der USA begründet sich teils daraus, dass US-Firmen ihre Mining-Aktivitäten aus China abziehen mussten und erst einmal zuhause weitermachen. Ob das so bleibt, muss sich zeigen. Denn aufgrund des enormen Energiehungers versucht man die Rechenarbeit möglichst dorthin zu verlagern, wo der Strom besonders günstig zu haben ist.Das kann allerdings in den USA durchaus der Fall sein. Denn teils werden hier von den Mining-Betreibern eigens Kraftwerke aufgebaut oder wieder in Betrieb genommen, mit denen die Computer-Anlagen direkt versorgt werden können. Aber auch einige Bundesstaaten versuchen die Miner mit günstigen Angeboten zu locken - wahrscheinlich in der Hoffnung, dass sie im Umfeld auch weitere IT-Firmen ansiedeln.
Auf der anderen Seite stehen dann eben Länder wie Kasachstan, wohin man bisher aufgrund niedrige Stromkosten ging. Hier dreht sich der Wind allerdings langsam. Denn die Mining-Aktivitäten haben dort ein solches Ausmaß angenommen, dass die zuständigen Stellen bereits neue Abgaben einführten, um die Entwicklung zu bremsen und das Energienetz des Landes zu stabilisieren.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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