Pilotprojekt: China bohrt für einige Nutzer Löcher in seine Great Firewall
Chinas Great Firewall, die für das gesamte Land den Zugriff auf das offene Internet einschränkt, bekommt erstmals Löcher. Im Rahmen eines Pilotprojektes soll ausgewählten Nutzern ein unzensierter Zugriff auf das globale Netz gewährt werden.
Über dieses Angebot können Mitarbeiter registrierter Unternehmen in Hainan beantragen, internationale Webseiten zu nutzen, die sonst durch die sogenannte Great Firewall blockiert sind - darunter Dienste wie Google, Wikipedia oder YouTube, berichtete die South China Morning Post.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein 5G-Tarif bei einem der drei großen staatlichen Mobilfunkanbieter - China Mobile, China Unicom oder China Telecom - sowie die Vorlage von Unternehmensdaten wie der einheitlichen Sozialkreditnummer des Arbeitgebers. Die Erteilung der Genehmigung kann laut HIDCSC-Mitarbeitern bis zu fünf Monate dauern.
Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Nutzer kostenfreien Zugang zum offenen Internet. Der Zugang ist derzeit nicht auf bestimmte Unternehmensgrößen oder Branchen beschränkt. Laut HIDCSC hat das Programm bereits reges Interesse bei Unternehmen geweckt, vor allem bei solchen mit internationaler Ausrichtung oder E-Commerce-Zielen im Ausland.
Die Einführung des "Global Connect"-Programms gilt als bemerkenswerter Testlauf innerhalb der rigiden chinesischen Internetpolitik. Gerüchte über eine Lockerung der Zensur in Freihandelszonen kursieren seit Jahren, blieben bislang aber ohne konkrete Umsetzung. Der Hainan-Versuch markiert nun eine begrenzte, aber symbolträchtige Ausnahme. Die Provinz plant zudem, bis Ende des Jahres eigenständige Zollstrukturen aufzubauen - ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Freihandelszone.
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Nur über Unternehmen
Umgesetzt wird dies in der südlichsten Provinz Chinas, Hainan. Hinter dem Projekt steht der größer angelegte Versuch, Hainan in eine internationale Freihandelszone zu transformieren. Das Programm namens "Global Connect" wird dabei vom Hainan International Data Comprehensive Service Centre (HIDCSC) betrieben, das dem staatlichen Big Data Development Centre untersteht.Über dieses Angebot können Mitarbeiter registrierter Unternehmen in Hainan beantragen, internationale Webseiten zu nutzen, die sonst durch die sogenannte Great Firewall blockiert sind - darunter Dienste wie Google, Wikipedia oder YouTube, berichtete die South China Morning Post.
Voraussetzung für die Teilnahme ist ein 5G-Tarif bei einem der drei großen staatlichen Mobilfunkanbieter - China Mobile, China Unicom oder China Telecom - sowie die Vorlage von Unternehmensdaten wie der einheitlichen Sozialkreditnummer des Arbeitgebers. Die Erteilung der Genehmigung kann laut HIDCSC-Mitarbeitern bis zu fünf Monate dauern.
Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Nutzer kostenfreien Zugang zum offenen Internet. Der Zugang ist derzeit nicht auf bestimmte Unternehmensgrößen oder Branchen beschränkt. Laut HIDCSC hat das Programm bereits reges Interesse bei Unternehmen geweckt, vor allem bei solchen mit internationaler Ausrichtung oder E-Commerce-Zielen im Ausland.
Nicht komplett offen
Trotz der erweiterten Freiheiten bleibt eine vollständige Öffnung aus: Einige Inhalte sollen auch im Rahmen des Pilotprojekts weiterhin gesperrt bleiben. Konkrete Angaben zu den verbleibenden Einschränkungen wurden jedoch nicht gemacht.Die Einführung des "Global Connect"-Programms gilt als bemerkenswerter Testlauf innerhalb der rigiden chinesischen Internetpolitik. Gerüchte über eine Lockerung der Zensur in Freihandelszonen kursieren seit Jahren, blieben bislang aber ohne konkrete Umsetzung. Der Hainan-Versuch markiert nun eine begrenzte, aber symbolträchtige Ausnahme. Die Provinz plant zudem, bis Ende des Jahres eigenständige Zollstrukturen aufzubauen - ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Freihandelszone.
Zusammenfassung
- China öffnet erstmals Löcher in seiner großen Firewall für ausgewählte Nutzer
- Pilotprojekt 'Global Connect' in Hainan ermöglicht unzensierten Internetzugang
- Mitarbeiter registrierter Unternehmen können Zugang zu Google und YouTube beantragen
- Voraussetzung sind 5G-Tarife bei staatlichen Anbietern und Unternehmensdaten
- Genehmigungsverfahren kann bis zu fünf Monate in Anspruch nehmen
- Trotz erweiterter Freiheiten bleiben bestimmte Inhalte weiterhin gesperrt
- Pilotprojekt gilt als bedeutender Test innerhalb der strengen Internetpolitik Chinas
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