Gigantischer Komet verspricht für die nächsten 10 Jahre Sensationen

Seine Zusammensetzung und Flugbahn machen ihn zu einem wertvollen Forschungsobjekt, seine Größe wird selten erreicht: Bis 2031 bietet sich die Gelegenheit, einen einzigartigen Ko­me­ten so genau wie noch nie zu untersuchen. Jetzt gilt es, sich gut vorzubereiten.

Der größte bekannte Komet macht sich auf den Weg in unsere Richtung

Komet ist nicht gleich Komet: Viele der bisher von Wissenschaftlern untersuchten Objekte dieser Art erleiden ein Schicksal, bei der sich die Zusammensetzung mit der Zeit stark verändert. Bei zu kleiner Größe ist ein Auseinanderbrechen kaum zu verhindern, oft führt aber auch eine Flugbahn nahe an der Sonne vorbei zu einer extremen Veränderung der Chemie. Genau in dieser Hinsicht hatten die Astronomen Gary Bernstein und Pedro Bernardinelli von der Universität Pennsylvania vor sieben Jahren eine wertvolle Entdeckung gemacht: der Bernardinelli-Bernstein-Komet, kurz BB, versprach bisher ungeahnte Einblicke in die frühe Geschichte des Sonnensystems. Infografik: James Webb Space TelescopeJames Webb Space Telescope Jetzt haben die Entdecker in einer neuen wissenschaftlichen Abhandlung alte und neue Beobachtungsdaten zusammengetragen und können damit ein noch genaueres Bild zeichnen. "Mit diesem Objekt ist seit seiner Entstehung in den frühen Tagen des Sonnensystems nicht viel passiert, sodass wir es als ein Fenster in die Vergangenheit betrachten können", so Bernardinelli laut TheDailyBeast. Zwei Faktoren begünstigen, dass sich der Komet in diesem laut den Wissenschaftlern "makellosen Zustand" halten konnte.

Bei seiner Entdeckung war BB mit einer Breite von bis zu 160 Kilometern der größte bisher entdeckte Komet. Damit besitzt das Objekt genügend eigene Schwerkraft, um ein auseinanderreißen zu verhindern. Darüber hinaus ist es aber vor allem die Flugbahn, die den Kometen so wertvoll macht: "Es verbringt die meiste Zeit in der Kälte des äußeren Sonnensystems", so Amy Mainzer, Astronomin und Kometenexpertin an der Universität von Arizona.

Bis 2031

Bernstein und Bernardinelli berechnen, dass sich BB bis zum Jahr 2031 zu seinem erdnächsten Punkt zwischen Uranus und Saturn bewegen wird. Wie Mainzer betont, bietet sich der Wissenschaft damit eine einzigartige Chance: "Eines der besten Dinge an diesem Kometen ist, dass wir noch eine Weile Zeit haben, bis er sich der Sonne am stärksten nähert. Wir haben also noch Jahre Zeit, um zu untersuchen, wie er heller wird, wenn seine Oberfläche der Sonnenwärme ausgesetzt wird", so Mainzer.

Der nächste Schritt: "Große Teleskope sind jetzt unsere beste Chance", so Bernardinelli. Hier hilft natürlich, dass für die kommenden Jahre einige neue Anlagen und Geräte in Betrieb gehen werden. Mit dem Vera Rubin Observatory soll im Jahr 2023 in Chile ein neues Superteleskop seinen Dienst aufnehmen, denkbar wäre laut Bernstein außerdem, dass auch das James-Webb-Teleskop nach seinem Start einen Blick auf BB wirft. Sonne, Planeten, Sonnensystem, Himmelskörper Sonne, Planeten, Sonnensystem, Himmelskörper NAOJ
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