Gorillas: Berliner Erfolgs-Startup kündigt massenhaft seinen Fahrern
Der Lieferdienst Gorillas gilt als Aufsteiger in Berlins Startup-Szene. Doch der Erfolg wird seit Monaten von einem Streit mit Fahrern überschattet. Diese protestieren für bessere Arbeitsbedingungen und führen immer wieder Streiks durch. Nun kam es zu massenhaften Entlassungen.
Es klingt wie eine unschlagbare Idee (die Gorillas allerdings lediglich importiert hat): Lebensmittellieferungen innerhalb von zehn Minuten und das zu Supermarkt-Preisen. Deshalb ist es kein Wunder, dass das erst 2020 gegründete Unternehmen einen rasanten Höhenflug hinlegt. Doch der Lack hat längst diverse Kratzer: Vielen Anwohnern sind die Auslieferungslager ein Dorn im Auge, dazu kommt ein sich bereits monatelang hinziehender Streit mit den Fahrern bzw. "Ridern", wie es im hippen Startup-Sprech heißt.
Dabei handelt es sich zumeist um Migranten, die wenig bis kein Deutsch sprechen. Die Bezahlung ist mit einem Stundenlohn von 10,50 Euro zwar nicht miserabel, aber auch keinesfalls gut, zumal die Fahrradkuriere zu jeder Zeit, auch nachts und bei jedem Wetter, auf die Straße müssen. Auf etwaige Trinkgelder sind die Gorilla-Rider also angewiesen, dass der Job halbwegs attraktiv bleibt.
Und darum drehen sich auch die Forderungen: Selbst organsierte Arbeitnehmer-Vertretungen wie das Gorillas Workers Collective fordern nicht nur pünktliche Zahlung der Gehälter samt Trinkgeldern, sondern auch passende Regenkleidung, Corona-Schutz und ähnliches.
Doch das ist offenbar nicht länger der Fall: Denn seit einigen Tagen kommt es zu Massenkündigungen der aufmüpfigen Mitarbeiter. Praktisch alle Rider in den Berliner Standorten Kreuzberg, Tempelhof und Mitte seien entlassen worden. Die Gorillas Workers Collective will weiterkämpfen und hat weitere Proteste angekündigt.
Dabei handelt es sich zumeist um Migranten, die wenig bis kein Deutsch sprechen. Die Bezahlung ist mit einem Stundenlohn von 10,50 Euro zwar nicht miserabel, aber auch keinesfalls gut, zumal die Fahrradkuriere zu jeder Zeit, auch nachts und bei jedem Wetter, auf die Straße müssen. Auf etwaige Trinkgelder sind die Gorilla-Rider also angewiesen, dass der Job halbwegs attraktiv bleibt.
Und darum drehen sich auch die Forderungen: Selbst organsierte Arbeitnehmer-Vertretungen wie das Gorillas Workers Collective fordern nicht nur pünktliche Zahlung der Gehälter samt Trinkgeldern, sondern auch passende Regenkleidung, Corona-Schutz und ähnliches.
Versprechen gebrochen
Dafür wird auch immer protestiert, laut der Gorillas-Geschäftsführung sind das aber so genannte "wilde" Streiks. Gorillas-Gründer und -Chef Kağan Sümer hat bisher stets beteuert, dass sein Unternehmen niemanden ausbeute und er an einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung interessiert sei. Wie der Spiegel schreibt, sagte er noch im Sommer: "Ich würde niemals jemanden feuern, weil er streikt."Doch das ist offenbar nicht länger der Fall: Denn seit einigen Tagen kommt es zu Massenkündigungen der aufmüpfigen Mitarbeiter. Praktisch alle Rider in den Berliner Standorten Kreuzberg, Tempelhof und Mitte seien entlassen worden. Die Gorillas Workers Collective will weiterkämpfen und hat weitere Proteste angekündigt.
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