Amazon, GE & Co.: In den USA starten Streiks für Corona-Maßnahmen
In der aktuellen Situation werden Menschen, die für die Versorgung der Bevölkerung arbeiten, gern als neue Helden dargestellt. Die Lieferanten Amazons in den USA würden aber gern mehr als warme Worte bekommen und traten nun in den Streik.
Da immer mehr Menschen zuhause bleiben, um die Infektionsketten zu unterbrechen, boomt der Online-Versandhandel. Amazon will als Marktführer allein in den USA über hunderttausend zusätzliche Mitarbeiter einstellen, um die enormen Bestellmengen bewältigen zu können. Doch auch wenn das Management immer wieder versichert, viel für den Schutz der Beschäftigten vor Infektionen zu tun, sehen sich die Menschen schlicht nicht ausreichend geschützt.
So verlangen Amazon-Mitarbeiter in den Logistikzentren nun, dass die Einrichtungen regelmäßig komplett geschlossen und bei ruhendem Betrieb gereinigt sowie desinfiziert werden. Die dafür benötigte Zeit soll für die Beschäftigten weiterhin als normale bezahlte Arbeitszeit gelten. Und natürlich würden die Leute es auch gern sehen, dass ihnen vom Arbeitgeber Schutzausrüstung gestellt wird, wenn sie in einer Schicht tausende Artikel anfassen und in Pakete verpacken müssen, wie aus einem Bericht der Sendergruppe NPR hervorgeht.
Aus deutscher Perspektive ist es darüber hinaus ohnehin kaum nachzuvollziehen, dass Amazon in den USA es als enormes Entgegenkommen gegenüber den Mitarbeitern sieht, wenn diese bei Abwesenheit zumindest nicht ihren Arbeitsplatz verlieren. Bezahlt werden sie dann ohnehin nicht - es sei denn, die Beschäftigten sind nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert oder müssen auf behördliche Anordnung in Quarantäne. So blieben Paketpacker in einem Logistikzentrum zuhause, nachdem einer ihrer Kollegen an Covid-19 erkrankte, doch nach einigen Tagen kehrten sie zurück, da sie sich eine längere unbezahlte Auszeit einfach nicht leisten können. Auch hier wollen die Beschäftigten des Konzerns mit seinen riesigen Gewinnen mehr sehen.
Anders gelagerte Streikaktionen gab es derweil beim Mischkonzern General Electric (GE). Hier protestierten Beschäftigte eines Werkes, das eigentlich Flugzeug-Triebwerke herstellt, gegen die Untätigkeit ihres Managements. Da aktuell der Flugbetrieb reduziert ist, werden weitaus weniger Ersatzteile und neue Triebwerke benötigt als üblich und die Leute in der Fabrik haben sogar eher wenig zu tun. Nun verlangen sie, dass die Fertigung kurzfristig auf dringend benötigte Beatmungsgeräte umgestellt wird. Diese ließen sich mit den Maschinen des Werkes herstellen und jedes zusätzliche Gerät kann bei den zu erwartenden Steigerungen der Infektionsraten Menschenleben retten.
So verlangen Amazon-Mitarbeiter in den Logistikzentren nun, dass die Einrichtungen regelmäßig komplett geschlossen und bei ruhendem Betrieb gereinigt sowie desinfiziert werden. Die dafür benötigte Zeit soll für die Beschäftigten weiterhin als normale bezahlte Arbeitszeit gelten. Und natürlich würden die Leute es auch gern sehen, dass ihnen vom Arbeitgeber Schutzausrüstung gestellt wird, wenn sie in einer Schicht tausende Artikel anfassen und in Pakete verpacken müssen, wie aus einem Bericht der Sendergruppe NPR hervorgeht.
Aus deutscher Perspektive ist es darüber hinaus ohnehin kaum nachzuvollziehen, dass Amazon in den USA es als enormes Entgegenkommen gegenüber den Mitarbeitern sieht, wenn diese bei Abwesenheit zumindest nicht ihren Arbeitsplatz verlieren. Bezahlt werden sie dann ohnehin nicht - es sei denn, die Beschäftigten sind nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert oder müssen auf behördliche Anordnung in Quarantäne. So blieben Paketpacker in einem Logistikzentrum zuhause, nachdem einer ihrer Kollegen an Covid-19 erkrankte, doch nach einigen Tagen kehrten sie zurück, da sie sich eine längere unbezahlte Auszeit einfach nicht leisten können. Auch hier wollen die Beschäftigten des Konzerns mit seinen riesigen Gewinnen mehr sehen.
Auch anderswo gibt es Proteste
Aber nicht nur bei Amazon rumort es. Auch beim Lebensmittel-Lieferanten Instacart haben Lieferfahrer die Arbeit vorübergehend niedergelegt. Bei diesen kommt erschwerend hinzu, dass sie formal nicht angestellt sind, sondern freiberuflich für das Unternehmen Aufträge erledigen. Sie fordern jetzt, dass ihnen Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung gestellt und 5 Dollar Gefahrenzuschlag pro Tour gezahlt werden.Anders gelagerte Streikaktionen gab es derweil beim Mischkonzern General Electric (GE). Hier protestierten Beschäftigte eines Werkes, das eigentlich Flugzeug-Triebwerke herstellt, gegen die Untätigkeit ihres Managements. Da aktuell der Flugbetrieb reduziert ist, werden weitaus weniger Ersatzteile und neue Triebwerke benötigt als üblich und die Leute in der Fabrik haben sogar eher wenig zu tun. Nun verlangen sie, dass die Fertigung kurzfristig auf dringend benötigte Beatmungsgeräte umgestellt wird. Diese ließen sich mit den Maschinen des Werkes herstellen und jedes zusätzliche Gerät kann bei den zu erwartenden Steigerungen der Infektionsraten Menschenleben retten.
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