Mehr Corona-Schutz gefordert:
Amazon wirft Streikführer raus
Ein einfacher Lager-Arbeiter namens Chris Smalls organisierte die Streikaktion, mit der Beschäftigte für einen besseren Schutz vor einer Corona-Infektion eintreten. Jetzt ist er seinen Arbeitsplatz in dem New Yorker Logistikzentrum los.
"Es hat mich meinen Job gekostet, dass ich gehandelt habe", sagte Smalls gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg. "Weil ich für etwas eingetreten bin, das richtig ist, hat das Unternehmen Rache an mir genommen." Dass Amazon gewerkschaftliche Aktionen nicht besonders mag, ist ohnehin bekannt, so dass ein solcher Vorwurf nicht überrascht.
Der Konzern selbst stellt die Sache hingegen anders dar. Demnach sei Smalls für zwei Wochen bei Weiterzahlung des Gehalts für 14 Tage nach Hause geschickt worden, da in seiner Arbeitsumgebung ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden sei. Trotzdem sei er in das Logistikzentrum gekommen und habe damit weitere Beschäftigte einem Risiko ausgesetzt, woraufhin Smalls wegen des Verstoßes gegen die Quarantäne-Auflagen entlassen worden sei.
Smalls und seine Kollegen hatten am Montag mit einer Protestaktion gefordert, dass das Logistikzentrum, in dem sie tätig sind, regelmäßig geschlossen und umfassend gereinigt wird, um die Infektionsrisiken zu senken. Inzwischen sind bereits mehrere Beschäftigte an dem Standort positiv getestet worden. Amazon sieht die Maßnahmen, die bisher getroffen werden, aber als völlig ausreichend an - und dürfte vor allem auch daran interessiert sein, dass das aktuell boomende Geschäft möglichst wenig gebremst wird.
Der Konzern selbst stellt die Sache hingegen anders dar. Demnach sei Smalls für zwei Wochen bei Weiterzahlung des Gehalts für 14 Tage nach Hause geschickt worden, da in seiner Arbeitsumgebung ein Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden sei. Trotzdem sei er in das Logistikzentrum gekommen und habe damit weitere Beschäftigte einem Risiko ausgesetzt, woraufhin Smalls wegen des Verstoßes gegen die Quarantäne-Auflagen entlassen worden sei.
Politik und Justiz glauben Amazon nicht
Die Begründung ist aber so durchsichtig, dass sie selbst von der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James nicht für voll genommen wird. Auch diese ist der Auffassung, dass dies nur vorgeschoben sei und Smalls aufgrund seines Engagements rausgeworfen wurde. James bezeichnete das Vorgehen des Unternehmens als "unmoralisch und unmenschlich". Sie forderte bereits die Schiedsstelle für Arbeitsrecht auf, sich mit dem Fall zu befassen. Und der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hat die Menschenrechtskommission der Stadt eingeschaltet.Smalls und seine Kollegen hatten am Montag mit einer Protestaktion gefordert, dass das Logistikzentrum, in dem sie tätig sind, regelmäßig geschlossen und umfassend gereinigt wird, um die Infektionsrisiken zu senken. Inzwischen sind bereits mehrere Beschäftigte an dem Standort positiv getestet worden. Amazon sieht die Maßnahmen, die bisher getroffen werden, aber als völlig ausreichend an - und dürfte vor allem auch daran interessiert sein, dass das aktuell boomende Geschäft möglichst wenig gebremst wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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