DSGVO: Jetzt bekommt auch WhatsApp eine dicke Strafe verpasst
Die Facebook-Tochter WhatsApp bekommt zu spüren, dass die europäischen Behörden am Ende doch nicht so zahnlos sind, wie man es annimmt. Das Unternehmen hat jetzt eine ziemlich dicke Geldstrafe aufgebrummt bekommen.
Ausgerechnet die irische Datenschutzbehörde Data Protection Commission (DPC), die als nicht gerade besonders scharf gilt, hat WhatsApp jetzt einen Strafbescheid zugeschickt. Der Betreiber der Messenger-Plattform muss wegen Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun einen Betrag von immerhin 225 Millionen Euro zahlen.
Bei der DPC kam man nach einer ausgiebigen Prüfung zu dem Schluss, dass WhatsApp nicht ausreichend Transparenz über die Weitergabe von Nutzerdaten hergestellt hat. Das entsprechende Untersuchungsverfahren war bereits im Dezember 2018 eingeleitet worden und bezog auch immer wieder aktuelle Entwicklungen mit ein. Die Behörde verpflichtete WhatsApp außerdem dazu, verschiedene Änderungen in der Verarbeitung von Daten umzusetzen, damit die Vorgaben der DSGVO zukünftig eingehalten werden. Wird dies nicht umgesetzt, können weitere Strafen folgen.
Entsprechend bekam WhatsApp auch den bisher höchsten Strafbefehl zugestellt, der von der DPC je ausgestellt wurde. Daran lässt sich erahnen, wie heftig die DSGVO-Verstöße letztlich gewesen sein müssen. Die Messenger-Plattform ist damit in Gesamteuropa aber noch nicht der Spitzenreiter. Die bisher höchste Strafe in Höhe von 746 Millionen Euro hatte man in Luxemburg gegen Amazon verhängt.
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Bei der DPC kam man nach einer ausgiebigen Prüfung zu dem Schluss, dass WhatsApp nicht ausreichend Transparenz über die Weitergabe von Nutzerdaten hergestellt hat. Das entsprechende Untersuchungsverfahren war bereits im Dezember 2018 eingeleitet worden und bezog auch immer wieder aktuelle Entwicklungen mit ein. Die Behörde verpflichtete WhatsApp außerdem dazu, verschiedene Änderungen in der Verarbeitung von Daten umzusetzen, damit die Vorgaben der DSGVO zukünftig eingehalten werden. Wird dies nicht umgesetzt, können weitere Strafen folgen.
WhatsApp nicht der Spitzenreiter
Die DPC ist für diesen Fall zuständig, da WhatsApp gemeinsam mit Facebook seinen Europa-Sitz in Irland unterhält. Normalerweise steht die Behörde in der Kritik, in ihrer Arbeit nur halbherzig gegen Verstöße gegen die Datenschutz-Rechte der Verbraucher vorzugehen. Denn von staatlicher Seite aus hofiert man die internationalen Tech-Konzerne in Irland gern.Entsprechend bekam WhatsApp auch den bisher höchsten Strafbefehl zugestellt, der von der DPC je ausgestellt wurde. Daran lässt sich erahnen, wie heftig die DSGVO-Verstöße letztlich gewesen sein müssen. Die Messenger-Plattform ist damit in Gesamteuropa aber noch nicht der Spitzenreiter. Die bisher höchste Strafe in Höhe von 746 Millionen Euro hatte man in Luxemburg gegen Amazon verhängt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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