E-Autos: Zu wenig Ladesäulen sorgen für überzogene Monopol-Preise
Die Preise an Ladesäulen für Elektroautos sind derzeit viel zu hoch - und das liegt nach Ansicht der Monopolkommission schlicht daran, dass ein Mangel an Ladepunkten existiert und es entsprechend kaum Konkurrenz unter den Anbietern gibt.
Zwar werden nach und nach mehr öffentliche Stationen gebaut, an denen man den Akku seines Fahrzeuges aufladen kann. Wenn man allerdings in die Verlegenheit kommt, tatsächlich einmal unterwegs Nachschub an Energie zu benötigen, oder aber als Bewohner einer Mietswohnung nicht über eine eigene Wallbox verfügt, kann dies deutlich mehr kosten als eigentlich nötig wäre.
Infografik: Ladesaäulenausbau 2021 auf Vorjahresniveau
Zwar gibt es eine ganze Reihe verschiedener Betreiber, so dass es formal nach einem funktionierenden Markt aussieht. In der Realität sind die jeweiligen Anbieter aber immer nur in bestimmten Regionen stark - und dann haben sie dort eine dominierende Position. Hinzu kommt, dass das Netz eben noch sehr dünnmaschig ist, so dass Elektroauto-Fahrer kaum Wahlmöglichkeiten haben, wenn sie an ihrem Standort Strom benötigen.
Die Monopolkommission rät der Politik daher, unbedingt für mehr Wettbewerb in dem Bereich zu sorgen, indem der Ausbau des Netzes schneller vorangetrieben wird. Und bei der Vergabe von Standorten unter kommunaler Verwaltung sollte auch darauf geachtet werden, mehrere Anbieter zum Zuge kommen zu lassen. Denn wenn die Preise hier nicht auf ein erträgliches Maß sinken, kann dies zu einer massiven Bremse bei der Elektrifizierung des Verkehrs werden.
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Zwar gibt es eine ganze Reihe verschiedener Betreiber, so dass es formal nach einem funktionierenden Markt aussieht. In der Realität sind die jeweiligen Anbieter aber immer nur in bestimmten Regionen stark - und dann haben sie dort eine dominierende Position. Hinzu kommt, dass das Netz eben noch sehr dünnmaschig ist, so dass Elektroauto-Fahrer kaum Wahlmöglichkeiten haben, wenn sie an ihrem Standort Strom benötigen.
Abzocke mit Strom
"Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass die Märkte für Ladeinfrastruktur weiterhin durch wenige Ausweichalternativen und eine nicht unerhebliche Marktmacht - durch das Vorhandensein eines lokal dominierenden Betreibers - gekennzeichnet sind", lautet das Fazit der Marktanalyse durch die Monopolkommission. Das Ergebnis ist bekannt: Während man am heimischen Stromanschluss knapp 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlen muss, werden an öffentlichen Ladesäulen teils zwischen 50 und 70 Cent verlangt - also rund das Doppelte.Die Monopolkommission rät der Politik daher, unbedingt für mehr Wettbewerb in dem Bereich zu sorgen, indem der Ausbau des Netzes schneller vorangetrieben wird. Und bei der Vergabe von Standorten unter kommunaler Verwaltung sollte auch darauf geachtet werden, mehrere Anbieter zum Zuge kommen zu lassen. Denn wenn die Preise hier nicht auf ein erträgliches Maß sinken, kann dies zu einer massiven Bremse bei der Elektrifizierung des Verkehrs werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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