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Tschüss Huawei, hallo Honor:
Smartphone-Ausgründung mit Traumstart

Als Huawei sich von seiner Smartphone-Tochter Honor trennte, sah es anfangs nicht so aus, als würde die künftig ei­gen­stän­di­ge Marke sonderlich gute Chancen haben. Jetzt zeigt sich, dass Honor einen äußerst erfolgreichen Start hatte und bereits Millionen Geräte verkauft hat.
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Honor Device
Wie das Marktforschungsunternehmen Cinno Research laut mehrerer staatlicher chinesischer Medien berichtet, hat sich Honor innerhalb kürzester Zeit als ernstzunehmender Konkurrent für die lange etablierten großen Smartphone-Marken positionieren können. Allein innerhalb eines Monats konnte man bereits mehrere Millionen Smartphones absetzen.

Aus dem Nichts auf Platz 3 in China

Wie Cinno ermittelte, verkaufte Honor Device, wie die inzwischen eigenständige frühere Huawei-Tochter mittlerweile unter Eignerschaft privater und öffentlicher Investoren heißt, zuletzt bereits vier Millionen Geräte innerhalb eines Monats. Damit lag man im chinesischen Markt auf Platz 3, was die Zahl der verkauften Einheiten angeht. Honor hatte erst Mitte August die ersten neuen High-End Smartphone-Modelle vorgestellt, die seit der Trennung von Huawei entwickelt wurden.

Nach Angaben von Cinno Research gelang Honor damit schon innerhalb eines Monats seit Einführung seiner ersten eigenständig entwickelten Geräte das Kunststück, sich vor Apple und Xiaomi auf dem dritten Platz in der Rangliste der größten Smartphone-Anbieter auf dem chinesischen Markt nach Stückzahlen zu etablieren.

Während Oppo und Vivo mit jeweils 5,9 und 5,3 Millionen verkauften Einheiten die Spitzenplätze einnahmen, kam Honor mit seinen vier Millionen verkauften Geräten auf den dritten Platz. Man lag damit knapp vor Xiaomi mit seinen 3,9 Millionen Verkäufen und Apple mit drei Millionen verkauften Einheiten.

Honor hat alles, was für Erfolg nötig ist

Honor hatte erst im Juni mit der Honor 50-Serie die ersten eigenständig entwickelten neuen Smartphone-Modelle präsentiert. Im August folgte dann die Honor Magic3-Serie, bei der es sich um die ersten High-End-Geräte handelt. Ein Faktor für den Erfolg ist die Möglichkeit auf tausende erfahrene Entwickler und andere Spezialisten zurückzugreifen, die Honor von Huawei übernommen hatte.

Das Gleiche gilt auch für die zahlreichen Zulieferer, Produktionspartner und letztlich auch das Vertriebsnetz - alle diese wichtigen Elemente wurden Honor schon von vornherein mitgegeben. Außerdem können die chinesischen Kunden sich darauf verlassen, dass Honor aktuelle Hardware auch aus dem High-End-Sgement verbauen kann, denn anders als der durch das US-Embargo weiter stark beschränkte Mutterkonzern Huawei hat man vollen Zugriff auf das Chip-Portfolio von Qualcomm. So sind die neuen Honor-Geräte neben MediaTek-Chips auch mit aktuellen 5G-fähigen Top-SoCs wie dem Snapdagon 888 Plus von Qualcomm zu haben.

Deutschland-Start bei Smartphones noch offen

Wann Honor mit seinen neuen Smartphone-Modellen auch in Deutschland an den Start geht, ist derzeit noch offen. Das Unternehmen kündigt auf der deutschen Website zwar an, dass das Honor 50 und seine Schwestermodelle "in den Startlöchern" stehen, doch nennt man darüber hinaus keinerlei weitere Informationen. Honor hatte vor einigen Monaten immerhin verkündet, dass man einen Partner für Garantie- und Support-Abwicklung in Deutschland gefunden habe.

Derzeit finden sich diverse Stellenanzeigen von Honor in entsprechenden Portalen, wobei das Unternehmen anscheinend mit großem Aufwand auf der Suche nach Mitarbeitern ist, die einen Einstieg in den europäischen Markt in diversen Ländern - inklusive Deutschland - unterstützen.
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