Schrödingers Management: ARM China-Chef entlassen und im Dienst

Arm, Tsmc, ARM Cortex-A9 Bildquelle: ARM
Beim Chipdesigner ARM gibt es grad heftige Auseinandersetzungen um die chinesische Landestochter. Der Mutterkonzern will den Chef der dortigen Niederlassung loswerden, dieser weigert sich allerdings schlicht zu gehen. Vom britischen Konzernsitz wurde am Dienstag die Nachricht verbreitet, dass man sich vom bisherigen Chef der chinesischen Niederlassung, Allen Wu, getrennt habe. Mit Ken Phua und Phil Tang wurde auch ein Duo benannt, das das Unternehmen bis zu einer ordentlichen Nachfolgeregelung leiten sollte. Allerdings hat man im Management des Mutterkonzerns die Rechnung ohne die Leute vor Ort gemacht, wie aus einem Bericht des britischen Magazins The Register hervorgeht.

Gestern hieß es auf dem WeChat-Kanal von ARM China, dass Allen Wu weiterhin als Chef und Aufsichtsratsvorsitzender in der Firma tätig sei. Denn man sei rechtlich eine unabhängige und in China registrierte Unternehmung. Das bedeutet im Klartext: Die Briten haben uns gar nichts zu sagen. "ARM China arbeitet wie gewohnt und bietet seinen Kunden und Industriepartnern in China weiterhin Support und Dienstleistungen an."

Hin und Her

Die Antwort aus Großbritannien ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In einer Stellungnahme erklärte der Mutterkonzern, dass die Entlassung des bisherigen Chefs auch von Hopu mitgetragen werde. Dabei handelt es sich um ein chinesisches Investment-Unternehmen, das einen großen Anteil an ARM China hält - denn westliche Unternehmen dürfen in dem Land nur in Form von Joint Ventures mit lokalen Partnern aktiv werden.

"Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die Entlassung Allen Wus eine verantwortungsvolle und ethische Entscheidung ist, die eine langfristige Stabilität und das Wachstum des Geschäfts ARM Chinas sicherstellt", hieß es. Demnach habe der gekündigte Manager Interessenskonflikte in seine Position mitgebracht und diese auch nicht offengelegt. Erst durch mehrere Quellen habe man beim Mutterkonzern nun davon erfahren.

Wu ist US-Staatsbürger und leitet die Geschäfte ARM Chinas seit 2014. Als die Niederlassung 2018 dann zum Joint Venture mit mehr eigener Geschäftstätigkeit ausgebaut wurde, blieb er auf der Führungsposition. ARM China ist für den Chipdesigner von großer Bedeutung, da die Firma quasi die Schnittstelle zu diversen großen Smartphone- und Chip-Herstellern darstellt, die in dem asiatischen Land angesiedelt sind.

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