Google: Bonus für Smartphone-Hersteller sollte Konkurrenz behindern
Google soll seinen Hardware-Partnern im Rahmen spezieller Programme Geld gezahlt haben, damit diese ausschließlich den offiziellen Google Play Store auf ihren Smartphones verwenden. Angeblich wollte man so verhindern, dass alternative App-Stores von anderen Anbietern vorinstalliert werden.
Wie aus Dokumenten hervorgeht, die im Zuge der Auseinandersetzung zwischen Epic Games und Google veröffentlicht wurden, hatte Google seit 2019 ein sogenanntes "Premier Device Program" ins Leben gerufen, dem sich die Gerätehersteller anschließen können. Sind sie Teil des Programms, erhalten sie einen größeren Teil der Einnahmen aus der in der Google-Suche geschalteten Werbung als sonst üblich.
Bis Mai 2020 sollen sich die meisten großen Gerätehersteller dem Premier-Device-Programm angeschlossen haben, heißt es. So waren bei Motorola und LG fast alle ihre Geräte entsprechend den Vorgaben des Premier-Device-Programms konfiguriert, während bei BBK, dem Konzern hinter Marken wie Oppo, Vivo und OnePlus rund 70 Prozent aller Geräte Teil des "Premier"-Programms waren.
Bei Sony und Xiaomi lag der Anteil der Geräte, die entsprechend der Vorgaben von Googles Premier Device Programm konfiguriert waren, zuletzt angeblich bei jeweils 50 bzw. 40 Prozent. Das Problem besteht nach Meinung des Beschwerdeführers Epic darin, dass Google mit diesem Programm und anderen Maßnahmen verhindert, dass Drittanbieter von App-Marktplätzen auf Android-Smartphones erfolgreich Fuß fassen können.
Um die Gerätehersteller zur Teilnahme am Premier-Device-Programm zu bewegen, zahlte Google offenbar sogar einen gewissen Anteil der Einnahmen aus den Verkäufen von Apps über den Play Store, die über die Smartphones eines Herstellers getätigt wurden, an die Hardware-Anbieter aus. Epic wirft Google deshalb vor, den Wettbewerb mit unlauteren Mitteln zu verzerren.
Mehr Geld für Samsung & Co, wenn nur der Play Store installiert ist
Im Gegenzug mussten die Hersteller aber ihrerseits zusagen, dass sie ihre Produkte ohne irgendwelche anderen App-Stores in den Handel bringen. Konkret mussten die Geräte so konfiguriert sein, dass keine anderen Apps an Bord waren, die über die Rechte verfügen, APKs - also App-Pakete - zu installieren. Somit durfte also nur der Play Store als App-Lieferant ab Werk installiert sein.Bis Mai 2020 sollen sich die meisten großen Gerätehersteller dem Premier-Device-Programm angeschlossen haben, heißt es. So waren bei Motorola und LG fast alle ihre Geräte entsprechend den Vorgaben des Premier-Device-Programms konfiguriert, während bei BBK, dem Konzern hinter Marken wie Oppo, Vivo und OnePlus rund 70 Prozent aller Geräte Teil des "Premier"-Programms waren.
Bei Sony und Xiaomi lag der Anteil der Geräte, die entsprechend der Vorgaben von Googles Premier Device Programm konfiguriert waren, zuletzt angeblich bei jeweils 50 bzw. 40 Prozent. Das Problem besteht nach Meinung des Beschwerdeführers Epic darin, dass Google mit diesem Programm und anderen Maßnahmen verhindert, dass Drittanbieter von App-Marktplätzen auf Android-Smartphones erfolgreich Fuß fassen können.
Um die Gerätehersteller zur Teilnahme am Premier-Device-Programm zu bewegen, zahlte Google offenbar sogar einen gewissen Anteil der Einnahmen aus den Verkäufen von Apps über den Play Store, die über die Smartphones eines Herstellers getätigt wurden, an die Hardware-Anbieter aus. Epic wirft Google deshalb vor, den Wettbewerb mit unlauteren Mitteln zu verzerren.
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