Gigabyte-Hacker drohen, AMD- und Intel-Interna zu veröffentlichen

Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass der Motherboard-Her­stel­ler Gigabyte zum Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden ist. Die Gruppe RansomEXX hat zwar offenbar nicht die Herstellung gestört, dafür aber zahlreiche interne Daten abgegriffen.
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Das Unternehmen aus Taiwan ist einer der größten PC-Hardware- bzw. Komponenten-Hersteller und hatte zumindest insofern Glück im Unglück, dass das Tagesproduktionsgeschäft nicht von dem Ransomware-Angriff betroffen war bzw. ist. Für Gigabyte ist die Sache aber dennoch höchst unangenehm, denn man wird nach wie vor von den RansomEXX-Hackern erpresst.

Konkret berichtet The Record (via Kotaku), dass die Angreifer dem Unternehmen derzeit drohen, 112 Gigabyte an gestohlenen Geschäftsdaten im Dark Web zu veröffentlichen, wenn der taiwanesische Hersteller nicht den Forderungen nachkommt. Nicht bekannt ist, welche das sind bzw. wie hoch die geforderte Summe ist. Zu den im Zuge des Angriffs geleakten bzw. abgegriffenen Daten gehören offenbar interne Berichte und Informationen von AMD, Intel und American Megatrends.

Vertrauliche Dokumente

Als Beweis wurden Screenshots mehrerer Dokumente angefügt, diese hat The Record zugespielt bekommen. Welche Informationen diese Unterlagen beinhalten, ist nicht bekannt. Es heißt aber, dass viele mit einem NDA - einem Non-disclosure Agreement, also einer Geheimhaltungsvereinbarung - versehen sind und entsprechend Vertrauliches darin zu finden ist.

Ein NDA wird heutzutage zwar auch schon bei Kleinigkeiten ausgesprochen, es ist aber denkbar, dass auch Dokumente sensibler Natur dabei sind. Gigabyte ist übrigens ein weiteres Opfer einer ganzen Reihe von jüngsten Angriffen auf taiwanesische Tech-Unternehmen, zuletzt gab es vergleichbare Attacken auf Acer, AdvanTech, Compal, Quanta und Garmin.

Siehe auch: Prominentes Trojaner-Opfer - Motherboard-Hersteller Gigabyte erpresst
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