Aus Cloud geklaut: Ausweisdaten eines ganzen Landes werden verhökert
In Argentinien werden alle Ausweisdaten in einer großen Datenbank gespeichert - die war offensichtlich nicht gut abgesichert. Jüngst will ein Hacker die Daten zu allen Bürgern des Landes abgegriffen haben und bietet diese jetzt im Netz zum Kauf an.
Demnach will der Hacker eben nicht nur Teile, sondern die gesamte Datenbank bei seinem Angriff erbeutet haben - diese würde alle 45 Millionen Bürger des Landes umfassen. "Die Person konnte ihre Aussage beweisen, indem sie die persönlichen Daten, einschließlich der hochsensiblen Behörden-Nummer, eines von uns ausgewählten argentinischen Bürgers angeben konnte", so The Record. Eine Stichprobe der Daten zeige, dass Zugriff auf vollständige Namen, Wohnadressen, Geburtsdaten, Geschlechtsangaben, Ausstellungs- und Ablaufdaten von Personalausweisen, Arbeitsidentifikationscodes, Behörden-Nummern, Bürgernummern und staatliche Fotoausweise gegeben war.
Da wurde deutlich mehr gehackt, als man zugeben wollte
Dass bei Hackerangriffen teilweise sehr große Datensätze abgegriffen werden, ist bekannt. Eher selten kommt es vor, dass von einem der illegalen digitalen Beutezüge gleich jeder Bürger eines Landes betroffen ist. Am 13. Oktober hatte die Regierung Argentiniens mitgeteilt, dass Teile des Personenregisters des Landes, verortet im Innenministerium, von einer unbekannten Person entwendet worden seien. The Record (via heise) widerspricht dieser Darstellung jetzt in einem aktuellen Bericht.Neuer Personalausweis
Demnach will der Hacker eben nicht nur Teile, sondern die gesamte Datenbank bei seinem Angriff erbeutet haben - diese würde alle 45 Millionen Bürger des Landes umfassen. "Die Person konnte ihre Aussage beweisen, indem sie die persönlichen Daten, einschließlich der hochsensiblen Behörden-Nummer, eines von uns ausgewählten argentinischen Bürgers angeben konnte", so The Record. Eine Stichprobe der Daten zeige, dass Zugriff auf vollständige Namen, Wohnadressen, Geburtsdaten, Geschlechtsangaben, Ausstellungs- und Ablaufdaten von Personalausweisen, Arbeitsidentifikationscodes, Behörden-Nummern, Bürgernummern und staatliche Fotoausweise gegeben war.
Die Daten werden verkauft
Eine erste Untersuchung von Sicherheitsexperten der Regierung liefert einen Hinweis auf ein dem Gesundheitsministerium zugewiesenes kompromittiertes VPN-Konto, derzeit wird gegen acht Regierungsmitarbeiter ermittelt. Der Hacker kommentiert diese Analyse gegenüber The Record nur mit einem kurzen Satz: "Nachlässige Mitarbeiter, ja." Mit den entwendeten Daten soll jetzt Geld verdient werden, allerdings ist der Daten-Dieb wohl auch auf Aufmerksamkeit aus: "Vielleicht werde ich in ein paar Tagen [die Daten von] 1 Million oder 2 Millionen Menschen veröffentlichen." Infografik: Schöne neue, biometrische Welt
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