Intel will wohl AMDs Ex-Fertigungssparte GlobalFoundries übernehmen
Der Prozessorhersteller Intel verhandelt derzeit angeblich über den Kauf von GlobalFoundries, einem der größten Chip-Vertragsfertiger der Welt. GlobalFoundries ist die mittlerweile eigenständige ehemalige Fertigungssparte von niemand anderem als dem Intel-Konkurrenten AMD.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Quellen aus dem Umfeld der beteiligten Parteien berichtet, hat Intel Interesse an der Übernahme von GlobalFoundries. Der US-Konzern will damit offenbar seine Bemühungen vorantreiben, selbst zum Vertragsfertiger für andere Kunden zu werden. Intel könnte letztlich rund 30 Milliarden Dollar für GlobalFoundries auf den Tisch legen.
Noch soll eine Übernahme durch Intel nicht feststehen, so dass GlobalFoundries einen eigentlich geplanten Börsengang auch weiterhin in die Tat umsetzen könnte. Intel will selbst zum Vertragsfertiger werden, weil das Unternehmen ein umfangreiches Netz aus eigenen Produktionsstätten betreibt, aber zuletzt Schwierigkeiten hatte, mit seinen x86-Prozessoren in der Chipentwicklung mitzuhalten.
So gibt es unter anderem ein erst in diesem Jahr abgeschlossenes neues Abkommen zwischen AMD und GlobalFoundries, das die Auftragsproduktion bestimmter AMD-Produkte vorsieht und einen Wert von rund 1,6 Milliarden Dollar hat. Allerdings hat GlobalFoundries die Arbeit an besonders kleinen Strukturbreiten aufgegeben und konzentriert sich lieber auf Chips für Spezialanwendungen. Aktuell kann das Unternehmen Chips nur mit Strukturbreiten ab 12 Nanometer aufwärts liefern.
GlobalFoundries entstand im Jahr 2008, als AMD entschied, seine Abteilung für die Chip-Produktion zu einem eigenständigen Unternehmen zu machen. Aktuell hat GlobalFoundries einen Anteil von rund sieben Prozent am weltweiten Markt für die Vertragsfertigung von Chips für diverse Kunden. Das Unternehmen betreibt Chipfabriken in Dresden, dem US-Bundesstaat New York und Asien. Durch die Produktion in Europa und den USA hätte Intel zumindest für Kunden aus diesen beiden Regionen Vorteile zu bieten.
Durch die weiter bestehenden Beziehungen zwischen AMD und GlobalFoundries dürften die Kartell- bzw. Wettbewerbsbehörden dieser Welt einen sehr genauen Blick auf Intels Übernahmepläne werfen wollen. GlobalFoundries expandiert unterdessen angesichts der enormen Nachfrage rund um diverse Prozessoren und andere Chips weiter. Erst vor kurzem hatte man den Bau einer neuen "Fab" für rund vier Milliarden Dollar in Singapur angekündigt.
Intel verhandelt direkt mit dem Staatsfond von Abu Dhabi
GlobalFoundries selbst ist angeblich gar nicht an den Verhandlungen über eine mögliche Übernahme durch Intel beteiligt. Stattdessen führt Intel die Gespräche angeblich mit dem Eigner Mubadala Investment Co., einem Fond, der im Grunde der Regierung des arabischen Emirats Abu Dhabi gehört. Eine Sprecherin von GlobalFoundries erklärte, dass man selbst keine Verhandlungen mit Intel führt.Noch soll eine Übernahme durch Intel nicht feststehen, so dass GlobalFoundries einen eigentlich geplanten Börsengang auch weiterhin in die Tat umsetzen könnte. Intel will selbst zum Vertragsfertiger werden, weil das Unternehmen ein umfangreiches Netz aus eigenen Produktionsstätten betreibt, aber zuletzt Schwierigkeiten hatte, mit seinen x86-Prozessoren in der Chipentwicklung mitzuhalten.
Intel will Milliarden ausgeben, um selbst Vertragsfertiger zu werden
Intel-Chef Pat Gelsinger hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, dass man hohe Summen in den Bau neuer Fertigungsstätten stecken will. Durch den Zukauf von GlobalFoundries würden sich die Fertigungskapazitäten von Intel auf einen Schlag stark steigern lassen. Allerdings gibt es dabei ein Problem: GlobalFoundries ist eine Ausgründung von AMD und noch immer mit dem ehemaligen Mutterkonzern verbunden.So gibt es unter anderem ein erst in diesem Jahr abgeschlossenes neues Abkommen zwischen AMD und GlobalFoundries, das die Auftragsproduktion bestimmter AMD-Produkte vorsieht und einen Wert von rund 1,6 Milliarden Dollar hat. Allerdings hat GlobalFoundries die Arbeit an besonders kleinen Strukturbreiten aufgegeben und konzentriert sich lieber auf Chips für Spezialanwendungen. Aktuell kann das Unternehmen Chips nur mit Strukturbreiten ab 12 Nanometer aufwärts liefern.
GlobalFoundries entstand im Jahr 2008, als AMD entschied, seine Abteilung für die Chip-Produktion zu einem eigenständigen Unternehmen zu machen. Aktuell hat GlobalFoundries einen Anteil von rund sieben Prozent am weltweiten Markt für die Vertragsfertigung von Chips für diverse Kunden. Das Unternehmen betreibt Chipfabriken in Dresden, dem US-Bundesstaat New York und Asien. Durch die Produktion in Europa und den USA hätte Intel zumindest für Kunden aus diesen beiden Regionen Vorteile zu bieten.
Durch die weiter bestehenden Beziehungen zwischen AMD und GlobalFoundries dürften die Kartell- bzw. Wettbewerbsbehörden dieser Welt einen sehr genauen Blick auf Intels Übernahmepläne werfen wollen. GlobalFoundries expandiert unterdessen angesichts der enormen Nachfrage rund um diverse Prozessoren und andere Chips weiter. Erst vor kurzem hatte man den Bau einer neuen "Fab" für rund vier Milliarden Dollar in Singapur angekündigt.
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