Prominentes Trojaner-Opfer:
Motherboard-Hersteller Gigabyte erpresst

Der taiwanesische Hardware-Hersteller Gigabyte scheint das nächste prominente Ransomware-Opfer zu sein. Laut Medienberichten verlangen Hintermänner eine unbekannte Summe, ansonsten werden gestohlene Daten veröffentlicht.
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Das berichtet unter anderem das Online-Magazin Bleeping Computer. Gigabyte ist ein bekannter Hersteller diverser Computerkomponenten wie Motherboards, Grafikkarten, Server, Laptops und Monitore. Der Angriff erfolgte, soweit bekannt, Anfang dieser Woche und zwang das Unternehmen, seine Systeme in Taiwan komplett abzuschalten.

Offizielle Bestätigung

Der Vorfall betraf mehrere Internetseiten des Unternehmens, darunter auch den Online-Support. Dass Gigabyte von einem Erpressungstrojaner befallen ist, hatte das Unternehmen der taiwanischen Newsseite United Daily News bestätigt. Der Angriff ging dabei von der Gruppe RansomEXX aus, die jetzt damit droht, 112 GB an gestohlenen Daten zu veröffentlichen, wenn das Unternehmen kein Lösegeld zahlt. Welche Summe von den Erpressern gefordert wird, ist nicht bekannt.

Bleeping Computer hat aus einer nicht weiter ausgeführten Quelle einen Link zu einem Dokument zugesandt bekommen, in dem die Gruppe droht, interne Daten von Gigabyte zu veröffentlichen. Laut United Daily News soll Gigabyte mitgeteilt habe, dass lediglich eine kleine Anzahl von Servern betroffen war. Die Wichtigkeit der erbeuteten Daten ist also unklar.

Laut Gigabyte hatte das Sicherheitsteam des Konzerns abnorme Aktivitäten im eigenen Netzwerk entdeckt und daraufhin die IT-Systeme abgeschaltet. Die Strafverfolgungsbehörden wurden eingeschaltet.

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