Telefonica: So läuft die 3G-Abschaltung im gesamten O2-Netz ab

Jetzt geht es auch bei Telefonica los: Bundesweit beginnt das Unternehmen in Kürze mit der Abschaltung der 3G-Mobilfunk-Systeme. Die frei werdenden Kapazitäten sollen nach Angaben des Konzerns auch hier für LTE-Verbindungen genutzt werden. Am 1. Juli werden die ersten 500 Basisstationen des 3G-Netzes komplett deaktiviert. Bereits zwei Wochen später will man tausend weitere Standorte folgen lassen. Anschließend ist erst einmal etwas Pause. Hier dürften die Techniker dann genau beobachten und auswerten, welche Folgen die Umstellung mit sich bringt. Im August und bis Ende September soll es dann in deutlich größerem Umfang weitergehen.

Die ersten Umstellungen soll es demnach in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geben. Zum Herbstbeginn werden die Umstellungen in München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Essen und Düsseldorf sowie in großen Teilen von Bayern, Schleswig-Holstein, Sachsen, Thüringen und dem Saarland durchgeführt. Die letzten rund 4.500 3G-Standorte folgen anschließend bis Anfang Dezember. Für Großstädte wie Berlin, Hamburg und Leipzig sowie für alle anderen Regionen wird also noch vor dem Jahresende eine komplette 3G-Abschaltung vollzogen. Telefonica: 3G-Abschaltung

Mehr LTE-Performance

Überall wird dadurch ein 20 Megahertz breites Frequenzband im 2100-Megahertz-Bereich frei, das zukünftig dafür bereitsteht, zusätzliche LTE-Verbindungen abzuwickeln. Das sollte sich insbesondere in stark ausgelasteten Funkzellen deutlich in der Performance bemerkbar machen. Hier ermöglicht es die Telefonica derzeit mit einer kostenlosen SIM-Karte, einen Monat lang die Qualität des Netzes am eigenen Wohnort auszuprobieren.

Insbesondere für Telefonica waren die langfristigen Vorbereitungen dabei wichtig. Denn das Netz des Unternehmens wurde auch von zahlreichen Discountern mitgenutzt, die lange nur 3G-Verbindungen anboten. Die Verpflichtung zur Vermietung von Kapazitäten war in den Vergabe-Richtlinien für 4G-Frequenzen aber nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben, so dass hier neue Lösungen gefunden werden mussten.

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