Bug statt Zensur: Bing hat Fotos vom 'Tiananmen Tank Man' geblockt
Die von Microsoft betriebene Suchmaschine Bing hat vorübergehend keine Bilder zum berühmten 'Tank Man' des Tiananmen-Massakers in China mehr angezeigt. Nach Zensur-Vorwürfen hat Microsoft sich dazu geäußert und betont, dass es sich lediglich um einen Fehler gehandelt hat.
Der sogenannte 'Tank Man' wurde bekannt, nachdem er sich während des Massakers am Tiananmen-Platz in Peking mit Einkaufstüten in der Hand vor eine Reihe von Panzern gestellt und ihr Vorrücken behindert hat. Wer gestern über Bing nach Fotos von der Szene suchen wollte, hat allerdings nur eine Fehlermeldung zu sehen bekommen. Außerdem wurde 'Tank Man' nicht mehr von der Auto-Vervollständigung vorgeschlagen. Von diesem Problem waren auch deutsche Nutzer und Personen aus vielen weiteren europäischen Ländern betroffen.
Wie Business Insider schreibt, haben die Redmonder inzwischen ein Statement zu dem Problem abgegeben. Die Ergebnisse seien durch einen "menschlichen Fehler" ausgeblendet worden. Es war nicht vorgesehen, die Inhalte außerhalb der Volksrepublik zu blockieren.
Während Bing die Bilder nicht angezeigt hat, konnte Google die Ergebnisse korrekt ausgeben
Weshalb dies trotzdem geschah, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch recht unklar. Microsoft arbeitet an einer Lösung und versucht, die Suchergebnisse wieder zugänglich zu machen. Wann das Problem behoben sein wird und die Fotos erneut aufgelistet werden, bleibt offen.
Da die im Jahr 1989 vom Militär niedergeschlagenen Proteste von zentraler Bedeutung für die chinesische Demokratiebewegung sind und erst gestern ihren Jahrestag hatten, möchte das kommunistische Regime dafür sorgen, dass die Bevölkerung nicht über die Ereignisse aufgeklärt wird. Bei den Unruhen kamen damals mindestens 200 Zivilisten ums Leben.
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Wie Business Insider schreibt, haben die Redmonder inzwischen ein Statement zu dem Problem abgegeben. Die Ergebnisse seien durch einen "menschlichen Fehler" ausgeblendet worden. Es war nicht vorgesehen, die Inhalte außerhalb der Volksrepublik zu blockieren.
Während Bing die Bilder nicht angezeigt hat, konnte Google die Ergebnisse korrekt ausgeben
Bing steht auch in China zur Verfügung
In der Google-Suche wurden die 'Tank Man'-Fotos hingegen korrekt angezeigt. Während Google nicht in China angeboten wird, kann Bing auch innerhalb der Volksrepublik verwendet werden. Damit der Dienst nicht gesperrt wird, muss Microsoft die Suchergebnisse zensieren, sofern ein Nutzer aus China auf die Seite zugreift. Natürlich müssen die Inhalte nicht auch im Rest der Welt gefiltert werden.Weshalb dies trotzdem geschah, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch recht unklar. Microsoft arbeitet an einer Lösung und versucht, die Suchergebnisse wieder zugänglich zu machen. Wann das Problem behoben sein wird und die Fotos erneut aufgelistet werden, bleibt offen.
Da die im Jahr 1989 vom Militär niedergeschlagenen Proteste von zentraler Bedeutung für die chinesische Demokratiebewegung sind und erst gestern ihren Jahrestag hatten, möchte das kommunistische Regime dafür sorgen, dass die Bevölkerung nicht über die Ereignisse aufgeklärt wird. Bei den Unruhen kamen damals mindestens 200 Zivilisten ums Leben.
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