Weg von WhatsApp: Diese alternativen Messenger taugen was

In Sachen Datenschutz gibt es immer wieder Kritik an dem beliebten Messenger WhatsApp. Auch wenn WhatsApp der Platzhirsch ist, lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz. Wir haben uns daher gefragt: Was ist die beste Alternative zu WhatsApp? Etwas wichtiges vorab noch zu Erklärung: Unsere Liste hat weder Anspruch auf Voll­stän­dig­keit, noch wollten wir die verschiedenen Messenger durch die gewählte Rangfolge bewerten. Einige Angebote mögen vielleicht aufgrund der Nutzergemeinde für euch nicht in Frage kom­men, andere aus Preisgründen oder weil es sich nicht um ein europäisches Angebot han­delt. Wir können nur einen Ausschnitt abbilden und die Pros und Contras der einzelnen Diens­te aufzeigen.

Schnellnavagation - Übersicht Whatsapp-Alternativen


Die Messenger:


Diskutiert mit uns, was für euch besonders wichtig bei einem Messenger ist oder ob ihr ver­trau­li­che Kommunikation jedem Anbieter überlassen würdet. Unser Beitrag beschäftigt sich zu­dem mit einer Alternative für WhatsApp, da der dahinterstehende Konzern Facebook ak­tu­ell wie­der für Aufregung mit neuen Nutzungsbestimmungen sorgt. Der Artikel dient aber auch ein­fach als Übersicht für aktuelle Messenger- und Chat-Apps.

Falls ihr weitere Tipps dazu habt, sendet sie uns bitte über die News-Hinweis-Funktion, damit sie nicht in den Kommentaren untergehen.

Unsere Auswahlkriterien

Ob man nun darauf vertraut, aufgrund stren­ge­rer Datenschutz­regeln lieber zu einem An­bie­ter innerhalb Europas zu wechseln, sollte sich jeder selbst überlegen. Es besteht auch die Option, selbst einen Server zu betreiben und zum Beispiel Open-Source-Tools wie Matrix zu nutzen. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann dabei ein wichtiger Auswahlfaktor sein, wenn man auf die Privatsphäre Wert legt. Dabei haben in den letzten Jahren aber nahezu alle Anbieter nachgelegt und bieten eine sichere Ver­schlüs­se­lung standardmäßig an.

Ein weiterer wichtiger Punkt für viele Nutzer ist der Preis. Ein häufiger Kritikpunkt heißt: Wer nicht mit Geld für einen Service bezahlt, zahlt mit seinen Daten. Doch in puncto Messenger muss das nicht sein - ein Großteil der Apps, die wir uns angesehen haben, sind kostenlos und datensparsam. Es gibt Angebote, die gratis nutzbar sind und dazu noch anonym.

Messenger und Chat-Apps für Smartphones

Unsere Tipps beziehen sich zunächst einmal auf die beiden relevanten Smartphone-Be­triebs­sys­te­me Android und iOS. Viele Messenger bieten zusätzlich Web-Interfaces, Windows PC- und MacOS-Apps oder lassen sich mit Tools wie Rambox oder Trillian auf dem PC nutzen.

Auf die Vorstellung der bekannten Apps wie Facebook-Messenger, Skype, Google Hangouts, Google Chat, Teams oder Zoom haben wir verzichtet.

Der Umzug ist leicht, doch lohnt er sich?

Der Umzug weg von WhatsApp ist leicht. Dennoch muss man sich aber vor Augen halten, dass WhatsApp weit verbreitet ist und für viele Nutzer bislang auch die einzige App derart, die sie nutzen. Um dann mit allen Freunden, Bekannten und der Familie weiterhin in Kontakt zu bleiben könnte schwierig werden - oder euch viel Überzeugungsarbeit für den Umstieg machen.

Apple macht es mit einem neuen Datenschutz-Feature in iOS 14 den iPhone-Nutzern zudem noch leicht, sich für einen Dienst zu entscheiden: Entwickler müssen im Store anzeigen las­sen, welche Daten sie verknüpfen, einsehen und weiterverarbeiten. Das hat den Vorteil, dass man auf einen Blick sieht, auf was man sich einlässt. Bei den anderen Plattformen ist ein we­nig mehr Arbeit erforderlich, wenn man sich über Datensparsamkeit oder auch Da­ten­sam­mel­wut vorab genau informieren möchte.


Daten-Skandale

Allerdings muss man sich weiterhin auf die Angaben der Anbieter verlassen, wenn es um den Umgang mit den persönlichen Daten geht. In der Vergangenheit hatten einige Daten-Skan­da­le gezeigt, dass die Mitarbeiter von Diensten eine große Schwachstelle sein können. Oder wenn die Regierungen der Länder, in denen die Anbieter sitzen, sich Sonderrechte ein­räum­en, um mitlesen zu können. Es ist zudem kaum möglich, die Angaben der Anbieter einfach selbst zu überprüfen.

Daher sind Open Source-Anbieter besonders von Vorteil. Dort kann jeder, der weiß, wie es geht, genau im Code stöbern und Schwachstellen, Hintertüren und Co ent­de­cken. Klar ist aber: Wenn, wie jetzt im Fall von WhatsApp, das dahinterstehende Un­ter­neh­men er­klärt, dass man Daten an andere Tochterunternehmen weitergibt, muss man das nicht ak­zep­tie­ren, denn es gibt genügend gute Alternativen.

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