Huawei-Embargo: Honor macht sich bereit für Neustart in Deutschland

Huawei leidet weiter massiv unter den Auswirkungen der US-Sanktionen und hat deshalb schon im letzten Jahr begonnen, seine Tochter Honor ab­zustoßen. Honor steht jetzt seit Anfang April auf eigenen Beinen und be­rei­tet sich nach eigenen Angaben auf einen Neustart in Deutschland vor. Wie Honor heute verlauten ließ, agiert das Unternehmen in Deutschland seit dem 1. April 2021 endgültig eigenständig. Dies bedeutet allerdings auch, dass man sich unabhängig von Huawei neue Vertriebskanäle aufbauen muss. Natürlich können die Mitarbeiter dabei auch auf bestehende Kontakte und Erfahrungen zurückgreifen.

Auf diesem Wege dürfte auch der erste Deal mit einem Distributor und Support-Dienstleister zustandegekommen sein, den Honor heute verkündet hat. Man arbeitet ab sofort mit dem in Sachsen ansässigen Spezialisten Komsa zusammen, der die Geräte von Honor künftig als Distributor in den deutschen Handel bringen soll.

Komsa-Tochter übernimmt auch den Kunden-Support

Gleichzeitig erreicht man so auch die Mitglieder der Fachhandelskooperation Aetka, über die zahlreiche große und kleine Händler hierzulande ihre Produkte einkaufen. Zu Komsa gehört auch der Reparaturdienstleister W-Support, der künftig die in Deutschland im Zusammenhang mit Honor-Produkten anfallenden Reparaturen übernehmen wird.

Man habe bereits unter dem Dach von Huawei erfolgreich mit Komsa kooperiert, so das Honor-Team. Auf dieser Basis werde man jetzt auch weiterhin mit dem Hartmannsdorfer Distributor zusammenarbeiten und das "Verhältnis intensivieren". Durch den starken Partner könne man bereits zu Beginn des Neustarts auf dem deutschen Markt den von den Kunden erwarteten Service bieten.

Honor hat nach der Trennung von Huawei unter anderem einen Großteil der Entwickler-Teams übernommen. Da das Unternehmen eigenständig arbeitet, kann man ohne die Einschränkungen agieren, die für Huawei durch das US-Embargo gelten. Dadurch sollte Honor keine Probleme beim Zugriff auf Komponenten, Software und Chips haben, die mit Hilfe von US-Technologie gefertigt oder entwickelt werden.

Allerdings dürfte es Honor in Deutschland aufgrund der starken Konkurrenz durch andere chinesische Anbieter wie Xiaomi und Oppo nicht leicht haben, wieder Marktanteile zu erlangen. Ein großer Faktor hinter Huaweis früheren Erfolgen war unter anderem auch das gigantische Werbebudget, mit dem der Konzern in Westeuropa agierte. Ob Honor ähnliche Mittel hat, darf durchaus bezweifelt werden.

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