Alan Turing ersetzt James Watt auf der höchsten englischen Banknote
Die Bank of England macht ihre Ankündigung jetzt wahr: Der Computer-Pionier Alan Turing wird zukünftig auf der höchsten Banknote zu sehen sein, die die englische Staatsbank ausgibt: Sein Porträt ziert den neuen 50-Pfund-Schein.
Die Notenbank ist aktuell dabei, die Geldscheine der britischen Währung komplett umzustellen. Bei den 20-Pfund-Noten ist die neueste Generation bereits im Umlauf. Diese bestehen nicht mehr aus Papier, sondern einem Polymer, wodurch die Haltbarkeit und auch die Fälschungssicherheit deutlich gesteigert werden sollen. Als nächstes ist nun der 50-Pfund-Wert an der Reihe.
Wie die Bank of England mitteilte, werde man mit der Ausgabe der neuen Scheine am 23. Juni beginnen. Der Termin wurde aus gutem Grund gewählt: Es handelt sich um den Geburtstag Alan Turings. Dies macht deutlich, wie stark sich das Verhältnis des Landes beziehungsweise seiner Führungsschicht zu dem Wissenschaftler gewandelt hat.
Die alte Papier-Note mit James Watt und Matthew Boulton
Die neue Polymer-Note mit Alan Turing
Notenbankchef Andrew Bailey erklärte, dass Turing heute vielen für seine Arbeiten zum Brechen feindlicher Codes im Zweiten Weltkrieg bekannt ist. Seine Leistungen sorgten nach Einschätzung von Historikern wahrscheinlich für eine Verkürzung der Kriegsdauer und halfen letztlich viele Leben zu retten. Bailey betonte darüber hinaus aber auch den Wert der Arbeiten des Informatik-Pioniers für die Entwicklung der Computer-Technik und der Künstlichen Intelligenz, was unser aller Leben heute maßgeblich beeinflusse.
Zu seinen Lebzeiten war Turing allerdings mit einer englischen Gesellschaft konfrontiert, die ihm alles andere als Wohlgesonnen war. Aufgrund seiner Homosexualität wurde der Wissenschaftler diskriminiert und hatte sich am Ende zwischen einer Gefängnisstrafe oder einer Hormonbehandlung zu entscheiden. Er wählte letzteres und erkrankte an einer Depression, aus der er nur den Suizid als Ausweg sah.
Wie die Bank of England mitteilte, werde man mit der Ausgabe der neuen Scheine am 23. Juni beginnen. Der Termin wurde aus gutem Grund gewählt: Es handelt sich um den Geburtstag Alan Turings. Dies macht deutlich, wie stark sich das Verhältnis des Landes beziehungsweise seiner Führungsschicht zu dem Wissenschaftler gewandelt hat.
Die alte Papier-Note mit James Watt und Matthew Boulton
Die neue Polymer-Note mit Alan Turing
Notenbankchef Andrew Bailey erklärte, dass Turing heute vielen für seine Arbeiten zum Brechen feindlicher Codes im Zweiten Weltkrieg bekannt ist. Seine Leistungen sorgten nach Einschätzung von Historikern wahrscheinlich für eine Verkürzung der Kriegsdauer und halfen letztlich viele Leben zu retten. Bailey betonte darüber hinaus aber auch den Wert der Arbeiten des Informatik-Pioniers für die Entwicklung der Computer-Technik und der Künstlichen Intelligenz, was unser aller Leben heute maßgeblich beeinflusse.
Computer statt Dampfmaschine
Die Bedeutung Turings zeigt sich somit eben nicht nur daran, dass er überhaupt auf die wertvollste Pfund-Note gedruckt wird. Er ersetzt auf diesen nämlich auch den Ingenieur James Watt und dessen unternehmerischen Partner Matthew Boulton, die mit der Entwicklung der Dampfmaschine die Grundlagen für die wirtschaftliche Macht Englands über die letzten Jahrhunderte legten.Zu seinen Lebzeiten war Turing allerdings mit einer englischen Gesellschaft konfrontiert, die ihm alles andere als Wohlgesonnen war. Aufgrund seiner Homosexualität wurde der Wissenschaftler diskriminiert und hatte sich am Ende zwischen einer Gefängnisstrafe oder einer Hormonbehandlung zu entscheiden. Er wählte letzteres und erkrankte an einer Depression, aus der er nur den Suizid als Ausweg sah.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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