Colossus: Neue Fotos zeigen Rechner, der half, Nazi-Code zu knacken
Vor 80 Jahren wurde in Bletchley Park, also der Wirkungsstätte von Alan Turing und Co., ein gewaltiger Röhrencomputer in Betrieb genommen. Dieser trug den bezeichnenden Namen Colossus. Der britische Geheimdienst hat nun neue Fotos davon veröffentlicht.
Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Großrechner Colossus, dieser wurde speziell dafür gebaut, die per Lorenz-Schlüsselmaschine verschickten Nachrichten zu knacken. Der erste große Elektronenrechner der Welt, von dem genau genommen zehn Stück gebaut wurden, war allerdings ein gut gehütetes Geheimnis, denn seine Existenz wurde erst viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs enthüllt. Er enthielt 2500 Elektronenröhren und war über zwei Meter hoch.
Nun feiert der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) den 80. Geburtstags von Colossus und hat aus diesem Anlass eine Reihe von seltenen und nie zuvor gesehenen Bildern von Colossus veröffentlicht (via BBC). "Als Colossus eingeführt wurde, waren die Planungen für die Landung am D-Day bereits weit fortgeschritten. Es war eine der Maschinen, die dazu beitrugen, dass Hitler erfolgreich davon überzeugt werden konnte, dass die Alliierten die Invasion vom Pas de Calais aus starten würden und nicht von der Normandie aus", erklärt das GCHQ in einer Mitteilung.
"Technologische Innovation stand schon immer im Mittelpunkt unserer Arbeit hier beim GCHQ, und Colossus ist ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Mitarbeiter uns an der Spitze neuer Technologien halten - auch wenn wir nicht darüber reden können", erklärt GCHQ-Chefin Anne Keast-Butler. "Die Kreativität, der Einfallsreichtum und die Hingabe, mit denen Tommy Flowers (Anm.: der "Vater" von Colossus) und sein Team für die Sicherheit des Landes sorgten, waren damals wie heute für das GCHQ entscheidend. Ich freue mich sehr, den 80. Jahrestag dieses Computers zu feiern und diejenigen zu ehren, die daran gearbeitet haben."
Colossus war, das kann man sicherlich so sagen, seiner Zeit voraus. Zwar wurden acht von zehn Maschinen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, die Technologie war aber so effektiv, dass der britische Geheimdienst sie noch bis in die frühen 1960er-Jahre nutzte.
Siehe auch:
Kolossaler Rechner für kolossale Aufgabe
Die Bemühungen der britischen Kryptoanalytiker von Bletchley Park gipfelten natürlich in der Entschlüsselung der deutschen Chiffriermaschine Enigma, die Arbeit der Codeknacker war aber mehr als das und auch wesentlich komplizierter bzw. vielfältiger. So setzten die Nazis zur Kommunikation auch die sogenannte Lorenz-Schlüsselmaschine ein, doch auch diese konnte geknackt werden.Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Großrechner Colossus, dieser wurde speziell dafür gebaut, die per Lorenz-Schlüsselmaschine verschickten Nachrichten zu knacken. Der erste große Elektronenrechner der Welt, von dem genau genommen zehn Stück gebaut wurden, war allerdings ein gut gehütetes Geheimnis, denn seine Existenz wurde erst viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs enthüllt. Er enthielt 2500 Elektronenröhren und war über zwei Meter hoch.
Nun feiert der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) den 80. Geburtstags von Colossus und hat aus diesem Anlass eine Reihe von seltenen und nie zuvor gesehenen Bildern von Colossus veröffentlicht (via BBC). "Als Colossus eingeführt wurde, waren die Planungen für die Landung am D-Day bereits weit fortgeschritten. Es war eine der Maschinen, die dazu beitrugen, dass Hitler erfolgreich davon überzeugt werden konnte, dass die Alliierten die Invasion vom Pas de Calais aus starten würden und nicht von der Normandie aus", erklärt das GCHQ in einer Mitteilung.
"Technologische Innovation stand schon immer im Mittelpunkt unserer Arbeit hier beim GCHQ, und Colossus ist ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Mitarbeiter uns an der Spitze neuer Technologien halten - auch wenn wir nicht darüber reden können", erklärt GCHQ-Chefin Anne Keast-Butler. "Die Kreativität, der Einfallsreichtum und die Hingabe, mit denen Tommy Flowers (Anm.: der "Vater" von Colossus) und sein Team für die Sicherheit des Landes sorgten, waren damals wie heute für das GCHQ entscheidend. Ich freue mich sehr, den 80. Jahrestag dieses Computers zu feiern und diejenigen zu ehren, die daran gearbeitet haben."
Colossus war, das kann man sicherlich so sagen, seiner Zeit voraus. Zwar wurden acht von zehn Maschinen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, die Technologie war aber so effektiv, dass der britische Geheimdienst sie noch bis in die frühen 1960er-Jahre nutzte.
Zusammenfassung
- Bletchley Park: Vor 80 Jahren startete Colossus
- Britischer Geheimdienst zeigt neue Fotos
- Colossus knackte deutsche Lorenz-Chiffre
- Erster Großrechner mit 2500 Elektronenröhren
- GCHQ feiert 80 Jahre Colossus
- Technologie prägte D-Day Planungen
- GCHQ-Chefin lobt Erfinder Tommy Flowers
- Colossus-Technik wurde bis in die 1960er-Jahre genutzt
Siehe auch:
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