Verkehrsminister Scheuer will Verbrenner-Aus, will kein Verbrenner-Aus
In vielen Ländern auf der Welt wurde das Ende des Verbrenners bereits bekannt gegeben bzw. festgeschrieben, auch in Deutschland hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nun ein Datum genannt. Doch eine verbindliche Zusage ist das nicht.
Es ist kein großes Geheimnis, dass sich die Fachwelt einig ist, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört. Der Verbrenner indes wird immer mehr zur einer demnächst obsoleten Technologie. Das hat auch Folgen auf die Branche bzw. in der Politik, denn zahlreiche Länder haben bereits ein Ende von Benzin- und Diesel-Motoren festgeschrieben. Großbritannien etwa wird bereits ab dem Jahr 2030 den Verkauf reiner Verbrenner verbieten.
Infografik: Eine Million E-Autos bis 2022?
Und künstlich ist hier wortwörtlich gemeint. Scheuer: "Um die in Deutschland hoch entwickelte Technologie des Verbrenners in die Zukunft zu führen, müssen die synthetischen Kraftstoffe raus aus dem Reagenzglas und rein in die Massenproduktion", sagte der wohl umstrittenste Minister der vergangenen Jahre (Stichwort: Mautdebakel).
Gesetzlichen Druck will er nicht ausüben, um Elektromobilität vorantreiben, sondern fordert diesen für synthetische Kraftstoffe: "Wir müssen technologieoffen bleiben und gleichzeitig weiter strenge Klimaschutz-Vorgaben machen, damit die Anreize da sind, die nächsten 15 Jahre zu nutzen, um konkurrenzfähige, saubere Kraftstoffe für Verbrenner zu entwickeln."
Das Verkehrsministerium will immerhin Ladesäulen fördern, für das "Ladeinfrastruktur vor Ort" gennannte Programm gibt es 300 Millionen Euro. Hier will man mit Kommunen und Einzelhändlern Ladesäulen an öffentlichen Orten wie "Schwimmbädern, Sportplätzen, Supermärkten und Restaurants" errichten. Das einst anvisierte Ziel von einer Million Ladepunkten rückt aber in immer weitere Ferne - Scheuer spricht mittlerweile von einer "breiten Spanne zwischen 200.000 und einer Million".
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2035 mit Aber
Deutschland ziert sich um klare Zusagen, auch wenn Verkehrsminister Andi Scheuer in einem Interview mit der Welt am Sonntag nun ein Datum genannt hat - denn diesem folgte ein großes Aber. Denn Scheuer meinte, dass das "Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035" das Ziel sei. Gleichzeitig meinte er aber, dass man den Verbrenner künstlich am Leben erhalten will.Und künstlich ist hier wortwörtlich gemeint. Scheuer: "Um die in Deutschland hoch entwickelte Technologie des Verbrenners in die Zukunft zu führen, müssen die synthetischen Kraftstoffe raus aus dem Reagenzglas und rein in die Massenproduktion", sagte der wohl umstrittenste Minister der vergangenen Jahre (Stichwort: Mautdebakel).
Gesetzlichen Druck will er nicht ausüben, um Elektromobilität vorantreiben, sondern fordert diesen für synthetische Kraftstoffe: "Wir müssen technologieoffen bleiben und gleichzeitig weiter strenge Klimaschutz-Vorgaben machen, damit die Anreize da sind, die nächsten 15 Jahre zu nutzen, um konkurrenzfähige, saubere Kraftstoffe für Verbrenner zu entwickeln."
Das Verkehrsministerium will immerhin Ladesäulen fördern, für das "Ladeinfrastruktur vor Ort" gennannte Programm gibt es 300 Millionen Euro. Hier will man mit Kommunen und Einzelhändlern Ladesäulen an öffentlichen Orten wie "Schwimmbädern, Sportplätzen, Supermärkten und Restaurants" errichten. Das einst anvisierte Ziel von einer Million Ladepunkten rückt aber in immer weitere Ferne - Scheuer spricht mittlerweile von einer "breiten Spanne zwischen 200.000 und einer Million".
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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