Ford setzt voll auf Elektro:
Ab 2030 in Europa nur noch E-Autos

Ford setzt in Europa ab sofort auf eine sehr agressive Strategie zur Elek­tri­fi­zie­rung seiner Fahrzeuge. Bis 2030 will das Unter­nehmen nur noch Fahr­zeu­ge mit Elektroantrieben auf dem Markt bringen. Die Verwendung von Hybridlösungen ist dabei nur ein Zwischenschritt.
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Ford
Wie Ford heute bekanntgab, sollen alle PKW des Konzerns in Europa bis zum Jahr 2026 nur noch als reines Elektrofahrzeug oder zumindest als Hybrid-Modell zu haben sein. Vier Jahre später sollen dann alle Modelle, die für private Endkunden angeboten werden, nur noch rein elektrisch angetrieben werden. Damit verfolgt das Unternehmen eine der entschiedensten Umstellungen auf E-Autos auf dem europäischen Markt.


Auch bei kommerziell genutzten Fahrzeugen, also Transportern und kleinen LKW, soll stark in die Elektrifizierung der Flotte investiert werden. Bis 2030 sollen zwei Drittel der Modellpalette als Plug-in-Hybrid oder gänzlich elektrisch betrieben verfügbar sein.

Ford-Werk in Köln wird umgebaut

Um die jetzt gesteckten Ziele zu erreichen, will Ford unter anderem eine Milliarde Euro in das Werk in Köln investieren. Dort soll innerhalb von zwei Jahren ein vollelektrisches Auto vom Band laufen können, heißt es. Die Ausgaben sind Teil eines jüngst angekündigten Investitionspakets im Wert von 29 Milliarden Dollar, mit dem Ford im Markt für Elektroautos durchstarten will.

Ford beginnt jetzt mit der Einführung des rein elektrisch angetriebenen neuen Ford Mustang Mach-E. Wie viele Elektroauto-Modelle man bis 2026 bzw. 2030 einführen will, ließ man zuächst noch offen. Bei der Konkurrenz Volkswagen strebt man an, bis 2025 insgesamt 1,5 Millionen EVs zu verkaufen, während Mercedes-Benz in den nächsten Jahren sechs rein elektrisch betriebene Modelle plant.

Ford steht, wie die anderen traditionellen Autohersteller, unter massivem Druck. Zuletzt hatte man mehr als 10.000 Arbeitsplätze wegrationalisiert und andere Werke verkauft. Nur durch die Kürzungen und den Erfolg seiner Transporter und anderen "Commercial Vehicles" konnte das Unternehmen in Europa im letzten Quartal 2020 einen Profit einfahren.
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