Größter Deal in 175 Jahren:
Siemens baut riesiges Schnellzugsystem

In seiner 175-jährigen Geschichte konnte das Unternehmen kei­nen größeren Auftrag vermelden: Siemens wird in Ägypten ein gi­gan­ti­sches Schnellzugnetz entscheidend mit aufbauen. Das Ge­schäft beschäftigt das Unternehmen fast über die nächs­ten zwei Jahrzehnte.
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Ein gigantisches Geschäft wird Siemens auf absehbare Zeit beschäftigen

Es soll auf einer Strecke von rund 2000 Kilometern 60 Städte mit hochmodernen Zügen verbinden: Wie Siemens an diesem Wochenende mitteilt, kann das Unternehmen einen historischen Mega-Auftrag an Land ziehen. Zusammen mit den Partnern Orascom Construction und The Arab Constructors wird das deutsche Unternehmen im Auftrag des ägyptischen Verkehrsministeriums das "sechstgrößte Hochgeschwindigkeitssystem der Welt" aufbauen. Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG: "Darüber hinaus ist dies der größte Auftrag in der Geschichte von Siemens!" Siemens: Schnellzugnetz in ÄgyptenSiemens baut Schnellzugsystem in Ägypten auf Schon Anfang September 2021 war ein Vertrag über den Bau einer ersten Strecke zum Preis von 2,7 Mrd. Euro unterzeichnet worden, jetzt wird das Geschäft auf ein Volumen von 8,1 Milliarden Euro ausgeweitet. Siemens wird dabei Schienenfahrzeuge, Stromversorgungssysteme sowie Signaltechnik liefern, der Auftrag umfasst außerdem die Wartung über die nächsten 15 Jahre. Konkret werden dabei auch 41 achtteilige Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge geliefert, dabei handelt es sich um Weiterentwicklungen des ICE 3, die in Ägypten mit bis zu 230 Km/h verkehren sollen.

Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3
Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3Bahn: ICE 3

Nachhaltigkeit durch große Veränderung

Die Partner betonen, dass das neue Netz bei vollem Ausbau rund 500 Millionen Fahrten im Jahr ermöglichen soll. Die Vereinbarung umfasst dabei drei Streckenabschnitte. Der sogenannte "Suezkanal auf Schienen" ist eine 660 km lange Strecke zwischen den Hafenstädten Ain Sokhna am Roten Meer und Marsa Matrouh sowie Alexandria am Mittelmeer. Die zweite Strecke verbindet Kairo über 1100 km mit Abu Simbel und dem Süden des Landes.

Der dritten Strecke dürfte auch im Tourismus eine große Rolle zukommen. Sie ist zwar nur 225 km lang, verbindet aber die Stätten des Weltkulturerbes in Luxor mit der Touristenhochburg Hurghada am Roten Meer. Alleine durch diese drei Strecken könne man "90 Prozent der ägyptischen Bevölkerung" Zugang zu einem modernen Bahnnetz ermöglichen. Im Vergleich zum bisherigen Bus- oder Autoverkehr erwartet man 70 Prozent weniger CO2-Emmisionen.

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