Nvidia RTX: Schlechte Ausbeute bei Samsung bremst Verfügbarkeit aus

Die neuen Nvidia-Grafikkarten der GeForce RTX 3xxx-Serie sind nicht nur wegen der großen Nachfrage weitestgehend ausverkauft. Der Hauptfak­tor hinter der schlechten Verfügbarkeit besteht offenbar in Problemen beim Fertiger der Grafikchips. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, hat Samsungs Chipsparte als Vertragsfertiger von Nvidia massive Probleme bei der Produktion der Grafik-Prozessoren des US-Anbieters. Die Ausbeute bei der Fertigung der GPUs in Samsungs FinFET-Prozess mit einer Strukturbreite von acht Nanometern ist angeblich schon von Beginn an hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Samsung schafft gewünschte Stückzahlen nicht

Die sogenannte "Yield" ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Chipfertigung, schließlich muss der Hersteller versuchen, eine möglichst geringe Menge an "Ausschuss" zu produzieren. Offensichtlich gelingt es Samsung also nicht, die gewünschten Mengen zu fertigen, ohne dass ein wohl zu großer Anteil der Chips schlichtweg unbrauchbar ist.

Neben Defekten müssen auch die von Nvidia spezifizierten Taktraten und diverse weitere Faktoren erfüllt sein, bevor die Chips auf den fertigen Grafikkarten verbaut werden können. Samsung versucht seit einiger Zeit, mit großem Aufwand neue Kunden für seine Chipsparte zu gewinnen. Dabei lockt das Unternehmen einerseits mit attraktiven Preisen, kann aber offenbar andererseits nicht immer auch die versprochenen Stückzahlen liefern.

So sorgen die Probleme bei der Fertigung von Nvidias GeForce RTX 3000-GPUs im 8-Nanometer-Maßstab auch für einige Zweifel, ob Samsung in der Lage sein wird, die von Qualcomm georderten Stückzahlen des neuen Snapdragon 888 5G High-End Smartphone-Prozessors zu produzieren. Der neue Chip wird bei Samsung im 5-Nanometer-Maßstab gefertigt und wird im nächsten Jahr zum Herzstück der meisten Top-Smartphones mit Android.

Samsung hatte dem langjährigen Qualcomm-Partner TSMC den Auftrag für die Produktion des neuen Snapdragon-SoCs weggeschnappt, indem der koreanische Hersteller mit massiven Preisnachlässen lockte. TSMC hat aktuell keine Probleme bei der Fertigung im 5- und 7-Nanometer-Maßstab und hat seine Kapazitäten praktisch voll ausgelastet. Unter anderem fertigt der taiwanische Konzern die ARM-SoCs von Apple und MediaTek sowie die CPUs und GPUs von AMD.

Unser Nvidia Special News zum GPU-Hersteller und aktuelle Treiber Siehe auch:
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