Microsoft verrät, warum es nicht auf die Xbox Series S verzichten konnte
Die Vorstellung der Xbox Series S wurde von Entwicklern kritisiert - schließlich muss so im Vergleich mit der Xbox Series X ein zweites, deutlich schwächeres Leistungsprofil bedacht werden. Microsoft hat jetzt erklärt, warum man nicht auf die günstige Konsole verzichten konnte.
Für die richtige Perspektive: Die Xbox 360 war mit getrennter CPU und GPU gestartet, die im 90-nm-Verfahren gefertigt wurden. Am Ende des Konsolen-Zyklus waren die beiden Komponenten in einem Chip vereint und auf eine 32nm-Architektur geschrumpft - ein gigantischer Sprung. Bei der Xbox One war dagegen über die gesamte Laufzeit nur ein Sprung von 28nm auf 16nm gelungen - und damit fiel auch die Kostenreduktion in diesem Bereich deutlich geringer aus. Bei der Xbox Series-Familie wird sich diese Entwicklung noch verschärfen, so Goossen: "Moore's Law ist sicher nicht tot! Was aber nicht mehr der Fall ist, ist eine gute Kostenreduzierung pro Transistor - und das hat grundlegende Auswirkungen auf die Konsolenentwicklung."
Siehe auch:
Moore's Law lebt, lahmt aber
Wie der Xbox-System-Architekt Andrew Goossen in einem Interview mit Eurogamer erläutert, ist die Entscheidung für die Entwicklung der Xbox Series S eng mit einer anderen Entwicklung verknüpft: Der immer größeren Schwierigkeit, Herstellungskosten über Zeit reduzieren zu können. "Wir stehen vor einem großen Wandel bei der Entwicklung von Konsolen", so Goossen. Dabei zieht der Microsoft-Manager einen Vergleich zur Xbox 360: "Als wir mit dem Bau der ursprünglichen Xbox 360 - der kleinsten ohne Festplatte - begannen, kostete uns das etwa 460 Dollar. Am Ende der Generation kostete sie uns etwa 120 Dollar." Diese deutlichen Einsparungen seien dabei vor allem durch die Reduzierung der Kosten für die Chips vorangetrieben worden.Für die richtige Perspektive: Die Xbox 360 war mit getrennter CPU und GPU gestartet, die im 90-nm-Verfahren gefertigt wurden. Am Ende des Konsolen-Zyklus waren die beiden Komponenten in einem Chip vereint und auf eine 32nm-Architektur geschrumpft - ein gigantischer Sprung. Bei der Xbox One war dagegen über die gesamte Laufzeit nur ein Sprung von 28nm auf 16nm gelungen - und damit fiel auch die Kostenreduktion in diesem Bereich deutlich geringer aus. Bei der Xbox Series-Familie wird sich diese Entwicklung noch verschärfen, so Goossen: "Moore's Law ist sicher nicht tot! Was aber nicht mehr der Fall ist, ist eine gute Kostenreduzierung pro Transistor - und das hat grundlegende Auswirkungen auf die Konsolenentwicklung."
Früher war alles einfacher
Aus dieser Entwicklung ergab sich für Microsoft dann der logische Schluss, dass man in dieser Generation nicht auf entsprechende kostensenkende Effekte warten wollte. " Frühere Generationen waren irgendwie einfach, weil man zu Beginn der Generation etwas wirklich Teures herstellt - so viel Silizium und so viel Leistung wie möglich hineinstecken - und dann einfach die Kostensenkungskurven bis hinunter zu den Massenmarktpreisen fahren würde. Das gibt es heute nicht mehr", erklärt Goossen.| Modell | Xbox Series X | Xbox Series S |
|---|---|---|
| CPU | 8-Core AMD Zen 2 CPU @ 3.8GHz 3.6GHz w/ SMT Enabled |
8-Core AMD Zen 2 CPU @ 3.6GHz 3.4GHz w/ SMT Enabled |
| Grafikprozessor (GPU) | AMD RDNA 2 GPU 52 CUs @ 1,825 GHz |
AMD RDNA 2 GPU 20 CUs @ 1,565 GHz |
| GPU-Leistung | 12,15 TFLOPS | 4 TFLOPS |
| RAM | 16 GB GDDR6 RAM 10 GB @ 560 GB/s 6 GB @ 336 GB/s |
10 GB GDDR6 RAM 8 GB @ 224 GB/s 2 GB @ 56 GB/s |
| Leistungsziel | 4K @ 60 FPS, bis zu 120 FPS | 1440p @ 60 FPS, bis zu 120 FPS |
| Speicher | 1 TB PCIe Gen 4 NVME SSD 2,4 GB/sek unkomprimiert 4,8 GB/sek komprimiert |
512 GB PCIe Gen 4 NVME SSD 2,4 GB/sek unkomprimiert 4,8 GB/sek komprimiert |
| Erweiterbarer Speicher | 1 TB Erweiterungskarte (entspricht exakt internem Speicher) |
|
| Kompatibilität | Tausende abwärtskompatible, digitale Spiele für Xbox One, Xbox 360 und Original Xbox zum Start. Xbox One Gaming-Zubehör ebenfalls kompatibel. | |
| Disc-Laufwerk | 4K UHD Blu-ray | Nur Digital |
| Display-Anschluss | HDMI 2.1 | HDMI 2.1 |
| UVP | 499,99 Euro | 299,99 Euro |
Siehe auch:
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