Sony geht gegen PS5-Faceplates vor, zwingt Hersteller zur Aufgabe
Die neue Sony-Konsole erscheint bei uns in rund zwei Wochen und damit werden die ersten Glücklichen auch das ungewöhnliche Design bewundern oder auch entgeistert ansehen können. Wer gerne eine alternative Optik hätte, der muss wohl etwas länger suchen.
Das Design der PlayStation 5 sorgt seit seiner Vorstellung für viele Diskussionen, denn einerseits ist die Next-Generation-Konsole regelrecht riesig, andererseits ist die geschwungene "spacige" Optik nicht jedermanns Sache. Auch hinsichtlich der Farbe hat man derzeit keine eigene Wahl, denn der japanische Konzern bietet hier nur eine Variante an, nämlich mit schwarzem Mittelteil und weißen Seitenflächen.
Wer gerne eine alternative Farbe oder Design hätte, der greift in solchen Fällen zu Anbietern aus dem Netz, die so genannte Faceplates herstellen. Damit kann man eigentlich Hardware aller Art verschönern, und zwar indem man bestimmte Teile austauscht oder überdeckt.
Doch damit war die Angelegenheit nicht zu Ende: Denn die Sony-Anwälte teilten dem Hersteller mit, dass das geistige Eigentum sich auch auf Faceplates erstreckt. Sollte sich das Unternehmen entscheiden, diese tatsächlich zu verkaufen, werde man sich "vor Gericht wiedersehen".
Der nun CustomizeMyPlates heißende Hersteller dachte eigentlich, dass sein Angebot rechtlich zulässig sei: "Vor der Markteinführung haben wir das geprüft und waren der Meinung, dass es keine Probleme geben würde, da Sony die Faceplates nur zum Patent angemeldet hat (Anmerkung: und noch kein Patent erteilt wurde)".
Sony war aber anderer Meinung und CustomizeMyPlates wollte es nicht auf eine kostspielige Auseinandersetzung ankommen lassen. Also stornierte man die Vorbestellungen und überweist das Geld an die Kunden zurück.
Wer gerne eine alternative Farbe oder Design hätte, der greift in solchen Fällen zu Anbietern aus dem Netz, die so genannte Faceplates herstellen. Damit kann man eigentlich Hardware aller Art verschönern, und zwar indem man bestimmte Teile austauscht oder überdeckt.
Gleich mehrere Verstöße
Ein Unternehmen, das solche Faceplates für die PlayStation 5 anbot, hat nun von der Rechtsabteilung von Sony Post bekommen. Genau genommen hat man eine recht intensive Korrespondenz gehabt, denn wie VGC berichtet, musste sich "PlateStation5.com" zunächst einen neuen Namen suchen, hier wurde eine Trademark-Verstoß beklagt.Doch damit war die Angelegenheit nicht zu Ende: Denn die Sony-Anwälte teilten dem Hersteller mit, dass das geistige Eigentum sich auch auf Faceplates erstreckt. Sollte sich das Unternehmen entscheiden, diese tatsächlich zu verkaufen, werde man sich "vor Gericht wiedersehen".
Der nun CustomizeMyPlates heißende Hersteller dachte eigentlich, dass sein Angebot rechtlich zulässig sei: "Vor der Markteinführung haben wir das geprüft und waren der Meinung, dass es keine Probleme geben würde, da Sony die Faceplates nur zum Patent angemeldet hat (Anmerkung: und noch kein Patent erteilt wurde)".
Sony war aber anderer Meinung und CustomizeMyPlates wollte es nicht auf eine kostspielige Auseinandersetzung ankommen lassen. Also stornierte man die Vorbestellungen und überweist das Geld an die Kunden zurück.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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