Bill Gates über Corona: Rückkehr zur Normalität nicht vor Herbst 2021
Bill Gates rechnet inzwischen damit, dass man auch in einem Jahr noch nicht wieder in einer Normalität gegenüber der Zeit vor dem Beginn der Corona-Pandemie angekommen sein wird. Das liegt aus seiner Sicht vor allem an den unzureichenden Reaktionen auf das Virus.
Aktuell steigen in vielen Ländern - vor allem in Nordamerika und Europa die Infektions-Zahlen wieder deutlich an. Das hat verschiedene Ursachen: Teilweise wurde der Umgang mit den Schutz-Maßnahmen mit der Zeit immer nachlässiger. Hinzu kommt nun, dass die Temperaturen sinken und nicht nur das Immunsystem aufgrund des Herbstwetters stärker beansprucht ist, sondern die Menschen auch immer häufiger in geschlossenen Räumen und nicht mehr im Freien zusammenkommen.
"Wir kommen jetzt in den Herbst und die Anzahl der Fälle und der Toten wird wieder steigen", so Gates. "Der Grund, dass die Zahlen so hoch gehen, liegt teils aber auch daran, das wir so schlecht auf die Krise reagiert haben", führte er mit Bezug auf die USA aus. Und je stärker die neue Welle jetzt ausfällt, umso länger werden die Folgen ins kommende Jahr hinein spürbar sein.
Moncef Slaoui, der Chef-Berater der "Operation Warp Speed" der US-Regierung, verbreitete kürzlich noch Optimismus, dass bis Juni 2021 quasi alle US-Bürger geimpft sein werden. Das hält Gates, der mit seiner Stiftung seit Jahren auch mit der Seuchen-Prävention befasst ist, für völlig unrealistisch. Denn aktuell gibt es trotz einiger Fortschritte in der Forschung noch nicht einmal einen Impfstoff, der kurz vor der Zulassung stünde. Niemand kann aktuell sagen, wann ein solcher wirklich verfügbar ist. Und selbst wenn es jetzt realtiv schnell gehen würde, wäre es kaum hinzubekommen, bis zum nächsten Sommer allein nur die US-Bevölkerung weitgehend durchzuimpfen.
"Wir kommen jetzt in den Herbst und die Anzahl der Fälle und der Toten wird wieder steigen", so Gates. "Der Grund, dass die Zahlen so hoch gehen, liegt teils aber auch daran, das wir so schlecht auf die Krise reagiert haben", führte er mit Bezug auf die USA aus. Und je stärker die neue Welle jetzt ausfällt, umso länger werden die Folgen ins kommende Jahr hinein spürbar sein.
Impfung bis zum Sommer unrealistisch
Immer wieder wird von diversen Kreisen gefordert, dass man schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückkehren müsse. Gates rechnet allerdings nicht damit, dass dies bis zum Herbst 2021 eine realistische Option ist. Insbesondere auch deshalb nicht, weil die Infektion selbst bei niedrigen Zahlen jederzeit wieder aufflammen kann, solange nicht ein signifikanter Teil der Bevölkerung immunisiert ist.Moncef Slaoui, der Chef-Berater der "Operation Warp Speed" der US-Regierung, verbreitete kürzlich noch Optimismus, dass bis Juni 2021 quasi alle US-Bürger geimpft sein werden. Das hält Gates, der mit seiner Stiftung seit Jahren auch mit der Seuchen-Prävention befasst ist, für völlig unrealistisch. Denn aktuell gibt es trotz einiger Fortschritte in der Forschung noch nicht einmal einen Impfstoff, der kurz vor der Zulassung stünde. Niemand kann aktuell sagen, wann ein solcher wirklich verfügbar ist. Und selbst wenn es jetzt realtiv schnell gehen würde, wäre es kaum hinzubekommen, bis zum nächsten Sommer allein nur die US-Bevölkerung weitgehend durchzuimpfen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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