Nokia erklärt nun, wie das erste Mond-Mobilfunknetzwerk funktioniert

Forschung, Weltraum, Weltall, Esa, Mondbasis Bildquelle: ESA
Vergangene Woche haben NASA und Nokia bekannt gegeben, dass der finnische Netzwerkanbieter der erste sein wird, der ein Mobilfunknetzwerk auf dem Mond errichten wird. Nun haben die Finnen weitere Details veröffentlicht, wie das Ganze funktionieren wird. Ende der vergangenen Woche hat die US-Raumfahrtagentur NASA zehn Projekte vorgestellt, die man für das Leben und Arbeiten auf der Mondoberfläche ausgewählt hat. Dabei spielt natürlich auch Kommunikation eine große Rolle und dieser Punkt wird in die Hände von Nokia gelegt. Bei der ersten Pressekonferenz ging es der NASA um einen ersten (Über-)Blick auf die zehn Vorhaben, die Details überlässt man den jeweiligen Unternehmen.

Das finnische Telekommunikationsurgestein bzw. Nokia Bell Labs hat nun eine Pressemitteilung veröffentlicht und darin erklärt man, was man beim ersten Mobilfunknetz auf dem Mond vorhat. Die Eckpunkte des Vorhabens ergeben sich aus dem Einsatzort, denn das Mond-Netzwerk soll eine "ultra-kompakte, energiesparende, raumgehärtete Ende-zu-Ende-LTE-Lösung" sein. Diese soll bereits 2022 fertig sein, also zwei Jahre bevor es zum Mond gehen wird.

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Wird im Lunar Lander eingebaut

Das liegt natürlich daran, dass das Nokia-Netzwerk nicht einfach so auf den Mond geschossen wird. Vielmehr arbeitet man mit Intuitive Machines zusammen, das ist jenes Unternehmen, das die Mondlandefähre baut. Denn im Luna Lander wird auch das Nokia-Netzwerk eingebaut sein.

Das LTE-Netzwerk konfiguriert sich bei Landung selbst und wird wichtige Kommunikationsfähigkeiten für viele verschiedene Datenübertragungsanwendungen bereitstellen, einschließlich wichtiger Befehls- und Kontrollfunktionen, Fernsteuerung von Mond-Rovern, Echtzeit-Navigation und Streaming von hochauflösendem Video.

Das Mondnetz von Nokia besteht aus einer LTE-Basisstation mit integrierten Evolved Packet Core (EPC)-Funktionalitäten, LTE-Benutzerausrüstung, HF-Antennen und hochzuverlässiger Betriebs- und Wartungskontrollsoftware (O&M). Laut den Finnen wurde die Lösung speziell dafür entwickelt, um den rauen Bedingungen des Starts und der Mondlandung zu widerstehen und unter den extremen Bedingungen des Weltraums zu operieren.

Dass 4G und nicht 5G zum Einsatz kommt, erläutert Nokia auch und meint, dass LTE schlichtweg eine bewährte Technologie sei, die auf ein großes Ökosystem an Komponenten-Zulieferern zurückgreift. Kurzum: 4G ist "ausgereift, bewährt zuverlässig, robust, leicht einsetzbar und skalierbar". Forschung, Weltraum, Weltall, Esa, Mondbasis Forschung, Weltraum, Weltall, Esa, Mondbasis ESA
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