Tesla schafft als erster Autobauer seine PR-Abteilung komplett ab

Autohersteller haben teils riesige PR- und Presse-Abteilungen, die Bran­che gilt auch als besonders zuvorkommend gegenüber den Medien. Der Elektroautobauer geht hingegen einen anderen Weg, denn er schafft seine PR-Abteilung komplett ab.
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Tesla geht nicht nur in Sachen Autos neue Wege, sondern auch hinsichtlich des Verkaufs und des Marketings. Aktuell hat Tesla nämlich einen für diese Branche höchst ungewöhnlichen Schritt bestätigt, nämlich die Auflösung seiner PR-Abteilung. Wie Electrek berichtet, wird Tesla damit der erste Hersteller sein, der gar nicht mit der Presse sprechen will und wird.

Spekulationen dazu gibt es bereits seit Monaten, denn laut dem Elektromobilitätsblog reagiert Tesla schon lange nicht mehr auf Presseanfragen. Gelegentlich habe man es laut Electrek geschafft, eine Mail zu bekommen, diese waren aber fast immer von ehemaligen Pressesprechern, die sich allenfalls inoffiziell äußerten.


Versetzt oder verlassen

Der letzte Leiter der Tesla-Presse hat das Unternehmen bereits vergangenen Dezember verlassen, seither sind auch alle anderen Mitarbeiter versetzt worden oder gegangen. Nun hat ein Manager "auf höchster Ebene" des Elektroautobauers aber bestätigt: "Wir haben nicht länger ein PR-Team."

Demnach soll Tesla zwar noch einige PR-Manager in Europa und Asien beschäftigen, das in den USA arbeitende globale Team wurde aber eben aufgelöst. Eine Erklärung oder ein sonstiges offizielles Statement gab es dafür seitens des Unternehmens nicht, Chef und Gründer Elon Musk hat sich dazu auch nicht auf Twitter zu Wort gemeldet.

Welche Folgen das für das Unternehmen hat, lässt sich schwer voraussagen. Tatsache ist allerdings, dass sich Musk bereits früher immer wieder unfair von Journalisten und Medien behandelt gefühlt hat. Diesen Ärger bekam wohl auch die Presseabteilung immer wieder zu spüren. Ob eine solche Auflösung der dafür zuständigen Abteilung das bessern kann, darf bezweifelt werden. Electrek meint dazu, dass ein Ignorieren der Presse und Öffentlichkeit nur das verschlimmert, was viele Tesla-Besitzer bereits als größte Schwäche des Unternehmens sehen: Kommunikation.
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