Apple will ab Ende 2020 in großem Stil eigene CPUs produzieren lassen

Es wird wohl noch bis ins Jahr 2021 dauern, bis Apple auf breiter Front Notebooks und letztlich auch Desktop-PCs mit seinen neuen, hausei­ge­nen ARM-SoCs auf den Markt bringt und damit beginnt, Intel als Haupt-Lieferanten abzulösen. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der dort ansässigen Industrie berichtet will Apple ab dem vierten Quartal 2020 die massenhafte Produktion von Wafern für seine neuen sogenannten Apple Silicon Prozessoren einleiten. Dabei stützt man sich natürlich auf den weltgrößten Chip-Vertragsfertiger TSMC.

Apple Silicon Chips werden ab dem 4. Quartal bei TSMC gefertigt

TSMC soll dem Bericht zufolge nach aktuellem Stand Oktober, November oder Dezember beginnen, Wafer für Apple zu produzieren, aus denen die Apple Silicon-Chips mit fünf Nano­metern Strukturbreite gefertigt werden. Damit bereiten die Partner die baldige Ein­füh­rung der ersten MacBooks und iPad-Pro-Modelle auf Basis der neu entwickelten ARM-SoCs vor.

Angeblich sollen Apples Bestellungen dafür sorgen, dass TSMC noch in diesem Jahr in gro­ßem Umfang 5-Nanometer-Wafer liefert, so dass noch in diesem Jahr bis zu 20.000 ent­spre­chen­de Wafer produziert werden. Langfristig will TSMC auch beginnen, für Apple die fer­ti­gen SoCs zu liefern und führt deshalb neue Services ein, die ab Anfang 2021 verfügbar sein sollen.

Apple hatte vor einigen Monaten angekündigt, dass man an einer ersten Welle von Mac-Mo­del­len arbeitet, bei denen an Stelle der bisher ver­wen­de­ten Intel-CPUs künftig ARM-Chips sit­zen sollen, die aus Apples eigener Entwicklung stammen. Aktuell bietet man bereits eine erste Entwicklerversion des Mac Mini an, in der der aus dem iPad Pro bekannte Apple A12Z Bionic seinen Dienst tut.

Es dürfte allerdings noch einige Jahre dauern, bis Intel-CPUs vollständig aus Apples Mac Pro, iMac, Mac Mini und anderen PC-Modellen verschwunden sind, da die ersten ARM-Chips aus eigener Entwicklung vermutlich noch nicht das obere Ende des Leistungsspektrums abdecken können. Außerdem müssen sich auch die Software-Entwickler entsprechend umstellen. Apple, Prozessor, Cpu, Chip, SoC, Arm, iPhone 11, Logic Board Apple, Prozessor, Cpu, Chip, SoC, Arm, iPhone 11, Logic Board iFixit
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