Beliebte Barzahlung: Park-Bußgelder jetzt im Supermarkt begleichen

Die Zahlung mit Bargeld droht aus Sicht so manchem Nutzers viel zu stark ins Abseits gedrängt zu werden. Da dürfte es eine erfreuliche Nach­richt sein, dass man zumindest Bußgelder zukünftig wesentlich einfacher mit Schein und Münze begleichen kann.
Infografik: Barzahlung ist günstig und schnellBarzahlung ist günstig und schnell
Ein entsprechendes Pilotprojekt startet jetzt in Köln. Wer dort nun sein Fahrzeug an der falschen Stelle parkt, muss das daraufhin verhängte Ver­warn­geld nicht mehr per Überweisung be­zah­len. Man bekommt mit dem ent­spre­chen­den Schrei­ben auch einen Barcode mit­ge­lie­fert, der ähn­lich wie ein Pfandbon vom Fla­schen­au­to­ma­ten funk­tio­niert. Man kann mit diesem einfach an die Su­per­markt-Kasse gehen und der jeweilige Be­trag lässt sich dort auch in bar bezahlen.

Grundsätzlich war die Barzahlung auch bisher schon möglich, dafür musste man sich al­ler­dings zur Stadtkasse bewegen. Das ist natürlich nicht besonders bequem - schon gar nicht, wenn man nicht in Köln wohnt. Jetzt kann man dem Wunsch nach Barzahlung auch über die Stadtgrenzen hinaus nachkommen. Denn die kommunale Verwaltung arbeitet mit dem Anbieter Cash Payment Solutions (barzahlen.de) zusammen, der bundesweit an Kassensystemen von rund 12.000 Einzelhandels-Filialen angeschlossen ist und der unter anderem auch für Branchengrößen wie Amazon, E.On, DKB und viele weitere Ein- und Auszahlvorgänge an den Ladenkassen zur Verfügung stellt.

Erfahrungen sammeln

An der jeweiligen Kasse muss lediglich der Be­zahl­schein mit dem Barcode vorgelegt wer­den. Das geht auch in Verbindung mit dem nor­ma­len Einkauf. Das Papier wurde den Angaben zufolge so gestaltet, dass nicht ersichtlich ist, wofür der zu zahlende Betrag bestimmt ist. Insofern ist die Bezahlung von Bußgeldern letztlich weit­ge­hend anonym und ohne Preisgabe der Konto- oder Kreditkartendaten möglich.

Unterstützt wird das Verfahren unter anderem von diversen großen Einzelhandels-Ketten. Zu diesen gehören die Supermärkte von Rewe, Penny und Real, die Drogeriefilialen von Rossmann und DM und auch die Toom-Baumärkte. Durch das Pilotprojekt soll auch festgestellt werden, wie gut ein solches Verfahren von den Bürgern angenommen wird. Sind die Ergebnisse positiv, könnten auch andere Zah­lungs­vor­gänge in Verbindung mit der öffentlichen Verwaltung auf dieses System zurückgreifen.

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