Apple wirft auch Grafikchip-Hersteller raus - Macs bekommen Metal-GPU

Apple, Prozessor, Cpu, Chip, Arm, SoC, iPhone 11, Logic Board Bildquelle: iFixit
Von der Umstellung der Hardware-Plattform der Apple-Rechner wird nicht nur Intel betroffen sein. Auch die Zulieferer der Grafikchips AMD und Nvidia fliegen mit ihren Produkten aus den Macs raus, wie aus Präsentationen von der Entwicklerkonferenz WWDC hervorgeht. Das Entwickler-System, das Apple aktuell herausgibt, ist mit einem A12Z-Chip ausgestattet, der bereits in den iPad Pro-Systemen zum Einsatz kommt. In diesem ist auch eine eigene Grafikeinheit enthalten. Diese liegt in Sachen Performance ungefähr auf dem Niveau, den auch die integrierten Grafikkerne der Intel- und AMD-CPUs vorweisen können. Es gilt aber als sicher, dass die ersten Macs mit hauseigenem SoC deutlich leistungsfähiger sein werden.

Das muss auch geschafft werden, denn die Aussagen in den Präsentationen machen klar, dass Apple nicht nur in den "kleineren" Macs mit der eigenen Grafikeinheit arbeiten will, sondern in allen Systemen. Das bedeutet, dass man ausreichend Leistung bieten muss, um auch die anspruchsvolleren Nutzer im Pro-Segment zufrieden zu stellen, die ihr Einkommen mit Grafik- und Videobearbeitung und anderen GPU-lastigen Arbeiten verdienen. Präsentation zu Apple-GPUs

Optimiert auf Metal

Profitieren könnte das Ansinnen allerdings davon, dass man dann auch in dem Bereich alles aus einem Guss anbieten kann. Die eigene Grafikeinheit, beziehungsweise die voraussichtlich verschiedenen Varianten dessen, werden auf die ebenfalls von Apple entwickelte Grafik-Plattform Metal optimiert sein. Diese bietet einen ziemlich direkten Zugriff auf die GPU an, wodurch der bremsende Überbau merklich schlanker ausfällt.

Wie schon bei den Grafikeinheiten in den iPhone- und iPad-SoCs wird die GPU in den ARM-Macs auf der Architektur von Imagination Technologies beruhen. Das bedeutet auch, dass hier ein anderes Konzept als bei den Grafikprozessoren von Intel, AMD und Nvidia zum Tragen kommt. Der Tile Based Deferred Renderer arbeitet nicht auf einem vollständigen Frame, sondern zerlegt diesen noch einmal in einzelne Kacheln, bricht die Rechenoperationen also noch einmal auf ein niedrigeres Level herunter.

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