Roboter-Journalismus: Microsoft entlässt jeden zehnten MSN-Redakteur

Microsoft entlässt mehrere Dutzend Redaktionsmitarbeiter von Microsoft News und MSN weltweit. Hintergrund ist aber, wie der Konzern betont, nicht die Corona-Pandemie, sondern der verstärkte Einsatz von künst­licher Intelligenz.
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Die Entlassungen sind demnach Teil der Weiterentwicklung der Nachrichten-Plattformen von Microsoft. Bei der Auswahl von News und den verschiedenen Inhalten, die auf MSN.com, im Edge-Browser und in den verschiedenen Microsoft News-Apps angezeigt werden, will sich der Konzern künftig vermehrt auf künstliche Intelligenz verlassen. Bisher wird das Kuratieren von Artikeln auf den verschiedenen Homepages und Apps von rund 800 Mitarbeitern weltweit übernommen. Microsoft News Der Microsoft News-Room im Delhi Media Center. Foto: Microsoft Wie zunächst die Nachrichtenseite Business Insider (Paywall) berichtete, plant der Konzern, in den USA rund 50 Arbeitsplätze abzubauen. Viele der betroffenen Mitarbeiter gehören zu Microsofts "SANE"-Abteilung (Search, Ads, News, Edge), in der die Auswahl der Nach­rich­ten­mel­dun­gen tagtäglich läuft.

Weitere Entlassungen außerhalb der USA bestätigt

Der Stellenabbau bei Microsoft News betrifft aber auch internationale Teams. Laut einem Be­richt von The Guardian werden in Großbritannien 27 Redakteure entlassen. Wie es mit dem News-Room in Berlin aussieht, ist derzeit nicht bekannt. Microsoft Newsroom BerlinSchemazeichnung des neuen Berliner Newsrooms. Foto: Microsoft
Microsoft ist mittlerweile ein alter Hase im News-Business. Seit mehr als 25 Jahren wird mit MSN ein großes Nachrichtenportal geführt, vor rund zwei Jahren kam dann noch Microsoft News da­zu. Das Unternehmen beschäftigte dabei bis­lang mehr als 800 Redakteure an rund 50 Stand­or­ten in der ganzen Welt. Einige sind da­bei di­rekt bei Microsoft angestellt, andere ar­bei­ten bei anderen Unternehmen im Auftrag des Kon­zerns. Nun wird rund ein Zehntel der Mit­ar­bei­ter entlassen.

Stellungnahme von Microsoft

"Wie alle Unternehmen evaluieren wir unser Geschäft regelmäßig", sagte ein Microsoft-Spre­cher in einer Erklärung gegenüber dem Guardian. "Dies kann an einigen Orten zu ver­stärk­ten Investitionen und von Zeit zu Zeit zu einem erneuten Einsatz an anderen Orten führen. Diese Entscheidungen sind nicht das Ergebnis der aktuellen Pandemie."

Einen Mitarbeiter aus dem Team in Großbritannien zitiert der Guardian so: "Ich verbringe mei­ne ganze Zeit damit, darüber zu lesen, wie die Automatisierung und die KI all unsere Jobs über­neh­men wird, und hier bin ich nun - die KI hat meinen Job übernommen."

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