Aus nach 35 Jahren: Die GVU ist pleite, hat die Insolvenz beantragt
Den Namen Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) kann man durchaus als berühmt-berüchtigt bezeichnen, denn der Verein war u. a. an den Fällen Kino.to und boerse.bz beteiligt. Doch nun hat die GVU Insolvenz beantragt.
Nun ist das Kapitel GVU aber vorerst zu Ende gegangen, denn wie Tarnkappe berichtet, hat der Verein beim Registergericht AG Charlottenburg vor kurzem das Insolvenzverfahren eröffnet. Im Fall der GVU sind wohl drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung dafür verantwortlich.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Berliner Rechtsanwalt Torsten Martini bestellt, dieser muss nun das Vermögen des Schuldners sichern und erhalten. Der Vorgang ist nun ein wirtschaftlicher wie rechtlicher, das Aus für den Verein ist aber wohl beschlossene Sache.
Das, was sich die erwähnten ungeduldigen GVU-Mitglieder gewünscht haben, hätte eine fundamentale Umstrukturierung erfordert, diese hätte aber länger gedauert. Also ließen die Geldgeber die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen fallen, damit endet nun nach 35 Jahren ein bedeutendes Kapitel deutscher (Anti-)Piraterie-Geschichte.
Kampagnen und Jagd auf Piraten
Das Ziel der GVU war es, "geistiges Eigentum zu schützen und die Verbreitung illegaler Kopien einzudämmen" und dabei ging der Verein auch stets recht aggressiv vor. Die 1985 gegründete und in Berlin ansässige Organisation war nicht nur an Ermittlungen gegen Schwarzkopierer beteiligt, sondern startete auch diverse Kampagnen, die wohl bekannteste wie umstrittenste war "Raubkopierer sind Verbrecher".Nun ist das Kapitel GVU aber vorerst zu Ende gegangen, denn wie Tarnkappe berichtet, hat der Verein beim Registergericht AG Charlottenburg vor kurzem das Insolvenzverfahren eröffnet. Im Fall der GVU sind wohl drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung dafür verantwortlich.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Berliner Rechtsanwalt Torsten Martini bestellt, dieser muss nun das Vermögen des Schuldners sichern und erhalten. Der Vorgang ist nun ein wirtschaftlicher wie rechtlicher, das Aus für den Verein ist aber wohl beschlossene Sache.
Geldgeber wollten schnellere Erfolge
Wie Tarnkappe schreibt, gab es bereits seit längerem Anzeichen, dass die letzte Stunde der GVU geschlagen hat. Das liegt auch daran, dass einige zahlende Mitglieder wohl ungeduldig geworden sind. Denn viele wollten mehr und vor allem schnellere Erfolge sehen. Der letzte große Fall war die Aktion gegen Share-Online, dieser waren aber Jahre an Ermittlungen zuvor gegangen.Das, was sich die erwähnten ungeduldigen GVU-Mitglieder gewünscht haben, hätte eine fundamentale Umstrukturierung erfordert, diese hätte aber länger gedauert. Also ließen die Geldgeber die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen fallen, damit endet nun nach 35 Jahren ein bedeutendes Kapitel deutscher (Anti-)Piraterie-Geschichte.
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