Movie2k: GVU weiß nichts, aber freut sich (Update)
Das Streaming-Portal Movie2k ist seit Mittwoch nicht mehr erreichbar. Mehrfach kam das Gerücht auf, dass die GVU für die Abschaltung verantwortlich ist. Diese dementierte heute jedoch.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen spielte vor einiger Zeit bei der Stilllegung von Kino.to eine maßgebliche Rolle. Im aktuellen Fall sei man aber nicht beteiligt. "Wir können im Moment nicht sagen, welche Gründe zu der derzeitigen Nichterreichbarkeit von movie2k führen", sagte GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy heute in Berlin.
Möglicherweise wurden hier die staatlichen Behörden aktiv, ohne die Organisation, die von der Medienindustrie betrieben wird, darüber zu informieren. "Fakt ist, dass die GVU aus dem nach wie vor andauernden Kino.to-Verfahrenskomplex sehr umfangreiche Kenntnisse über die Szene der digitalen Hehler gewonnen hat. Dazu gehört auch Movie2k. Diese Erkenntnisse stellen wir selbstverständlich den Strafverfolgungsbehörden in geeigneter Weise zur Verfügung. Möglich ist nun, dass diese die Seite abgeschaltet haben", spekulierte Leonardy.
Denkbar sei aber auch, dass die Betreiber der Streaming-Plattform, über die sich zahlreiche Filme und Serien ohne Genehmigung abrufen lassen, selbst abgetaucht sind, weil ihnen der Betrieb der Seite zu heikel wurde. Wie Leonardy ausführte, würde man dies seitens der GVU als erstes Signal deuten, "den entstandenen Schaden für die Filmwirtschaft nicht noch weiter zu vertiefen".
Maßgeblich sei aber, ob die Betreiber im Anschluss auch Willens sind, bei der Aufklärung und zur nachhaltigen Eindämmung der andauernden Urheberrechtsverletzungen beizutragen. "In solchen Fällen ist die GVU jederzeit zu Gesprächen bereit", so der GVU-Chef.
Movie2k wurde nach Erhebungen des Monitoring-Dienstes Alexa in Deutschland zuletzt stärker besucht als ein großes Nachrichtenportal wie Spiegel Online. International lag die Website auf Platz 202 der meist besuchten Internetpräsenzen. Insgesamt wurden auf der Plattform Video-Dateien in einem fünfstelligen Umfang über Verweise zu Stream-Hostern zugänglich gemacht.
Update: Die Abschaltung von Movie2k.to könnte mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden gegen die Kino.to-Betreiber zusammenhängen. Hier soll es Querverbindungen geben, berichtete die Tageszeitung Die Welt. Bislang stellt sich die Situation so dar, dass die Webseite aber nicht direkt von den Behörden stillgelegt wurde, sondern die Betreiber in Deckung gegangen sind, nachdem die Ermittlungen sich zunehmend in ihre Richtung bewegten.
Möglicherweise wurden hier die staatlichen Behörden aktiv, ohne die Organisation, die von der Medienindustrie betrieben wird, darüber zu informieren. "Fakt ist, dass die GVU aus dem nach wie vor andauernden Kino.to-Verfahrenskomplex sehr umfangreiche Kenntnisse über die Szene der digitalen Hehler gewonnen hat. Dazu gehört auch Movie2k. Diese Erkenntnisse stellen wir selbstverständlich den Strafverfolgungsbehörden in geeigneter Weise zur Verfügung. Möglich ist nun, dass diese die Seite abgeschaltet haben", spekulierte Leonardy.
Denkbar sei aber auch, dass die Betreiber der Streaming-Plattform, über die sich zahlreiche Filme und Serien ohne Genehmigung abrufen lassen, selbst abgetaucht sind, weil ihnen der Betrieb der Seite zu heikel wurde. Wie Leonardy ausführte, würde man dies seitens der GVU als erstes Signal deuten, "den entstandenen Schaden für die Filmwirtschaft nicht noch weiter zu vertiefen".
Maßgeblich sei aber, ob die Betreiber im Anschluss auch Willens sind, bei der Aufklärung und zur nachhaltigen Eindämmung der andauernden Urheberrechtsverletzungen beizutragen. "In solchen Fällen ist die GVU jederzeit zu Gesprächen bereit", so der GVU-Chef.
Movie2k wurde nach Erhebungen des Monitoring-Dienstes Alexa in Deutschland zuletzt stärker besucht als ein großes Nachrichtenportal wie Spiegel Online. International lag die Website auf Platz 202 der meist besuchten Internetpräsenzen. Insgesamt wurden auf der Plattform Video-Dateien in einem fünfstelligen Umfang über Verweise zu Stream-Hostern zugänglich gemacht.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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