SiPearl: Basis für neue Prozessoren aus europäischer Entwicklung steht
Die Arbeiten an neuen Prozessoren aus Europa nimmt Formen an. Angesiedelt ist die Entwicklung der Chips bei einem Unternehmen mit Sitz in Paris. Geld kommt unter anderem aus den Fördertöpfen der Europäischen Union.
Die Firma namens SiPearl wurde Anfang diesen Jahres gegründet. Wie sie nun mitteilte, seien inzwischen Lizenzabkommen mit ARM abgeschlossen worden. Das ist nun die Grundlage für die Entwicklung eigener Prozessoren, die auf der ARM-Neoverse-Architektur Zeus basieren sollen. Zeus ging aus dem Ares-Kern hervor, der in weiten Teilen quasi ein Cortex-A77 war, ohne allerdings auf den Einsatz in Mobile-Plattformen ausgerichtet zu sein.
Der politische Ansatz hinter dem Projekt ist die European Processor Initiative (EPI), die vor einiger Zeit von der EU-Kommission auf den Weg gebracht wurde. Diese soll sicherstellen, dass Europa wieder in den Besitz einer eigenen Prozessor-Plattform kommt, um unabhängiger von den großen Chipkonzernen aus den USA und den aufstrebenden Alternativen aus China zu sein.
Ab 2022 soll dann mit der zweiten Generation begonnen werden, auch um an der Umsetzung von Exascale-Supercomputern zu arbeiten. Weiterhin könnten die Prozessoren dann auch für den Automotive-Sektor angeboten werden, wo man ebenfalls zunehmend schnelle Chips benötigt, um Assistenz-Systeme bis hin zur vollständigen Autonomie der Fahrzeuge zu betreiben. Die Herstellung der Prozessoren wird voraussichtlich erst einmal bei TSMC erfolgen, da in Europa noch keine Anlagen zur Produktion der erwünschten 7-Nanometer-Stukturen vorhanden sind.
Der politische Ansatz hinter dem Projekt ist die European Processor Initiative (EPI), die vor einiger Zeit von der EU-Kommission auf den Weg gebracht wurde. Diese soll sicherstellen, dass Europa wieder in den Besitz einer eigenen Prozessor-Plattform kommt, um unabhängiger von den großen Chipkonzernen aus den USA und den aufstrebenden Alternativen aus China zu sein.
Chips für Supercomputer und mehr
Die Prozessoren, die im Hause SiPearl entwickelt werden, sollen in High Performance-Umgebungen, also in Supercomputern und ähnlichen Anlagen zum Einsatz kommen. ARM-Chips stehen hier schon länger unter Beobachtung, da sie gute Verhältnisse zwischen Leistung und Energiebedarf anbieten. Voraussichtlich im kommenden Jahr werden die ersten Chips verfügbar sein können - dann allerdings wohl vor allem als Testmuster, auf deren Basis weitergehende Teile der zugehörigen Plattform entwickelt werden können.Ab 2022 soll dann mit der zweiten Generation begonnen werden, auch um an der Umsetzung von Exascale-Supercomputern zu arbeiten. Weiterhin könnten die Prozessoren dann auch für den Automotive-Sektor angeboten werden, wo man ebenfalls zunehmend schnelle Chips benötigt, um Assistenz-Systeme bis hin zur vollständigen Autonomie der Fahrzeuge zu betreiben. Die Herstellung der Prozessoren wird voraussichtlich erst einmal bei TSMC erfolgen, da in Europa noch keine Anlagen zur Produktion der erwünschten 7-Nanometer-Stukturen vorhanden sind.
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Christian Kahle
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