Wutrede: Medienaufseher wettert gegen Porno-Portale & fordert Sperre
Die Medienanstalt NRW hat nach eigener Aussage eine Offensive gestartet, mit der Internetanbieter von Pornografie zur Einhaltung des Jugendschutzes in Deutschland aufgefordert werden sollen. Dabei stemmt man sich gegen eine prinzipielle Problematik: Das Netz ist nicht national.
In einem ersten Schritt habe seine Behörde deshalb an den "vermeintlichen Marktführer" mit Sitz in Zypern einen Bescheid zugestellt, der die Einhaltung des Jugendschutzes für das deutschsprachige Angebot fordert. Darüber hinaus verfolgt man die Absicht, alle reichweitenstärksten Portale der Branche dazu zu zwingen, eine "wirksame Altersprüfung" für deutschsprachige Angebote einzuführen. Schmid zieht hier den Vergleich zu einer anderen Branche: "Wir haben im Glücksspielbereich auf diesem Weg nach kurzer Zeit einen Kurswechsel bewirkt", so der Medienaufseher.
Schmid spricht hier an, was unter anderem in Großbritannien schon seit Jahren versucht wird: die Einführung einer Sperre von Anbietern mit technischen Mitteln. Demnach sieht seine Behörde einen klaren Weg, der zur Durchsetzung verfolgt werden sollte: Lenken Anbieter nicht ein, wolle seine Behörde bei den Telekommunikationsunternehmen, die die Verbreitung ermöglichen, eine Sperrung erreichen.
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Kinderschutz ergibt keinen Sinn, wenn man Kinder im Netz nicht schützen kann
Der Leiter der Landesmedienanstalt NRW, Tobias Schmid, verliert im Umgang mit Pornoportalen in Netz offensichtlich die Geduld. "Der Jugendschutz macht keinen Sinn, wenn jedes Kind vom Kikaninchen zu Pornhub wechseln kann", so Schmid laut Zeit. Aus seiner Sicht sei es ein nicht haltbarer Zustand, dass seinen Behörde zwar jeden Trailer im Fernsehen auf die Einhaltung der Jugendschutzregeln kontrolliert, im Netz aber für Kinder ohne Barriere "abnormalen Sexualpraktiken" zugänglich sind.In einem ersten Schritt habe seine Behörde deshalb an den "vermeintlichen Marktführer" mit Sitz in Zypern einen Bescheid zugestellt, der die Einhaltung des Jugendschutzes für das deutschsprachige Angebot fordert. Darüber hinaus verfolgt man die Absicht, alle reichweitenstärksten Portale der Branche dazu zu zwingen, eine "wirksame Altersprüfung" für deutschsprachige Angebote einzuführen. Schmid zieht hier den Vergleich zu einer anderen Branche: "Wir haben im Glücksspielbereich auf diesem Weg nach kurzer Zeit einen Kurswechsel bewirkt", so der Medienaufseher.
Die Pornosperre als Mittel
Schmid rennt mit seinen Forderungen gegen ein klassisches Problem an: selbst wenn alle .de-Angebote eine solche Altersbeschränkung einführen, kann diese für Angebote aus dem Ausland nicht durchgesetzt werden. "Das ist ein Taschenspielertrick", so Schmid. Er sei nicht länger bereit, in seiner Funktion nur eine Zuschauerrolle einzunehmen: "Wir exerzieren das bis zum Ende. Entweder wir können den Jugendschutz durchsetzen, oder wir müssen den Gesetzgeber fragen, ob der den Zustand wirklich so belassen will."Schmid spricht hier an, was unter anderem in Großbritannien schon seit Jahren versucht wird: die Einführung einer Sperre von Anbietern mit technischen Mitteln. Demnach sieht seine Behörde einen klaren Weg, der zur Durchsetzung verfolgt werden sollte: Lenken Anbieter nicht ein, wolle seine Behörde bei den Telekommunikationsunternehmen, die die Verbreitung ermöglichen, eine Sperrung erreichen.
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