Virgin Media verliert User-Datenbank mit Porno-Freischaltungs-Anträgen
Dass früher oder später jede neu erhobene Information ihren Weg in die Öffentlichkeit findet, zeigt sich aktuell in Großbritannien. Eine Datenbank des Providers Virgin Media war frei zugänglich und informierte unter anderem über Anträge zur Porno-Freischaltung.
Schon seit einiger Zeit sind bei den britischen Zugangsanbietern Filtersysteme im Einsatz, die in der Standard-Konfiguration eines Netzzugangs Webseiten mit vermeintlich jugendgefährdenden Inhalten sperren. Dazu gehören Porno-Angebote aber auch bestimmte Gewaltdarstellungen und Glücksspiel. Erwachsene, die trotzdem Zugriff auf die fraglichen Inhalte haben wollen, müssen eine gesonderte Freischaltung beantragen.
Entsprechend existieren bei den Zugangsanbietern natürlich Datenbanken, in denen die entsprechenden Anträge vermerkt sind. Und es war natürlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Das war nun im Falle der Virgin Media-Datenbank der Fall. Für die meisten Nutzer dürfte das in der Praxis kein größeres Problem darstellen, in einigen Fällen ist das Bekanntwerden solcher Informationen aber durchaus geeignet, für Probleme im sozialen Umfeld oder im Arbeitsleben zu sorgen.
Der öffentliche Zugang zu der Datenbank wurde direkt nach einem Hinweis durch die Security-Firma unterbunden. Nach Angaben Virgin Medias sei die Sache auf einen Konfigurationsfehler zurückzuführen. Aus den Log-Dateien geht dabei hervor, dass es mindestens einen unauthorisierten Zugriff gab, der nichts mit den Leuten von TurgenSec zu tun hatte. Wer die Daten abgerufen hat, ist bisher komplett unklar.
Siehe auch: Datenleck: Microsoft Support-Datenbank mit Kundendaten offen im Netz
Entsprechend existieren bei den Zugangsanbietern natürlich Datenbanken, in denen die entsprechenden Anträge vermerkt sind. Und es war natürlich nur eine Frage der Zeit, bis diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Das war nun im Falle der Virgin Media-Datenbank der Fall. Für die meisten Nutzer dürfte das in der Praxis kein größeres Problem darstellen, in einigen Fällen ist das Bekanntwerden solcher Informationen aber durchaus geeignet, für Probleme im sozialen Umfeld oder im Arbeitsleben zu sorgen.
Unbefugter Zugriff
Entdeckt wurde die frei zugängliche Datenbank von Sicherheitsforschern des Unternehmens TurgenSec. Virgin Media räumte ein, dass es ein entsprechendes Problem gab. Der Provider sprach in einer entschuldigenden Mitteilung an die Kunden allerdings erst einmal nur von einer Datenbank, die Marketing-Informationen enthält. Dass auch die fraglichen Freistellungsanträge betroffen waren, bestätigte man erst auf weitergehende Nachfragen durch britische Medien.Der öffentliche Zugang zu der Datenbank wurde direkt nach einem Hinweis durch die Security-Firma unterbunden. Nach Angaben Virgin Medias sei die Sache auf einen Konfigurationsfehler zurückzuführen. Aus den Log-Dateien geht dabei hervor, dass es mindestens einen unauthorisierten Zugriff gab, der nichts mit den Leuten von TurgenSec zu tun hatte. Wer die Daten abgerufen hat, ist bisher komplett unklar.
Siehe auch: Datenleck: Microsoft Support-Datenbank mit Kundendaten offen im Netz
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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