Gabe Newell über Epic-Store:
Kurzfristig 'hässlich', langfristig 'großartig'
Heute erscheint mit Half-Life: Alyx das erste Spiel der legendären Reihe seit zwölf Jahren und das ist auch für Valve-Chef Gabe Newell, der sich in der Regel sehr rar macht, ein guter Grund, das eine oder andere Interview zu geben. In einem sprach er über den Epic Games Store.
Gabe Newell ist zweifellos niemand, der sich für Gespräche mit der Presse gerne und oft aufdrängt. Wenn er sich für Interviews zur Verfügung stellt, dann hat er auch durchaus etwas zu sagen. Vergangene Woche sprach er etwa über sein Interesse an Computer/Gehirn-Interfaces und meinte dabei, dass die Matrix viel näher sei als viele denken.
"Wettbewerb ist bei Spiele-Stores für jeden großartig. Er hält uns ehrlich, er hält auch alle anderen ehrlich", sagte Newell. "Aber er ist auf kurze Sicht hässlich, weil man das Gefühl 'Argh, sie schreien, sie lassen uns schlecht dastehen' hat. Aber langfristig profitiert jeder von der Disziplin und der Bedachtsamkeit, weil man sein eigens Business der Prüfung durch eine Herausforderung unterziehen muss."
Siehe auch: Gabe Newell - "Die Matrix ist viel näher, als es den Leuten klar ist"
Konkurrenz belebt das Geschäft
In einem weiteren Gespräch ging es etwas "bodenständiger" zu, denn mit dem Gaming- Magazin Edge (via Games Radar) sprach der Valve-Mitgründer und -CEO unter anderem über seine PC-Distributionsplattform und Herausforderer Epic und dessen Games Store. Und Newell meinte im Wesentlichen, dass er die Konkurrenz gelassen sieht und sogar begrüßt."Wettbewerb ist bei Spiele-Stores für jeden großartig. Er hält uns ehrlich, er hält auch alle anderen ehrlich", sagte Newell. "Aber er ist auf kurze Sicht hässlich, weil man das Gefühl 'Argh, sie schreien, sie lassen uns schlecht dastehen' hat. Aber langfristig profitiert jeder von der Disziplin und der Bedachtsamkeit, weil man sein eigens Business der Prüfung durch eine Herausforderung unterziehen muss."
Kontrolle wie bei Apple ist schlecht
Bei Valve selbst ärgert man sich über die Konkurrenz deshalb auch nicht, sehr wohl aber über Leute, "die versuchen, Konkurrenz auszuschließen". Er vergleicht das mit einer anderen und durchaus umstrittenen Größe des IT-Geschäfts: Das Modell von Apple, alles zu kontrollieren und "gesichtslose Bürokraten" darüber entscheiden zu lassen, ob ein Produkt auf den Markt darf oder nicht, ist für Newell viel "erschreckender".Siehe auch: Gabe Newell - "Die Matrix ist viel näher, als es den Leuten klar ist"
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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