Schlechte Netzabdeckung: Telefonica muss mit hoher Strafe rechnen
Für den Mobilfunkkonzern Telefonica wird es ernst. Weil das Unternehmen weit davon entfernt ist, die zugesicherte Abdeckung durch seine LTE-Infrastruktur zu schaffen, droht nun ein Strafgeld. Der Konzern verweist auf seine Mühen und will die Strafe vermeiden.
Als die Bundesnetzagentur im Jahr 2015 zusätzliche Frequenzen vergab, mit denen die Netzbetreiber ihre Breitband-Versorgung verbessern sollten, wurde dies an bestimmte Bedingungen geknüpft. So verpflichteten sich die Lizenznehmer, bis Ende 2019 mindestens 98 Prozent aller Haushalte im Bundesgebiet mit schnellen Mobilfunkverbindungen zu versorgen - von flächigen Vorgaben war dabei noch nicht einmal die Rede.
Während sowohl Deutsche Telekom als auch Vodafone jeweils mit knapp über 98 Prozent Vollzug meldeten, kam Telefonica selbst nach eigenen Berechnungen gerade einmal auf 84 Prozent. Die Bundesnetzagentur prüft aktuell noch einmal selbst nach, ob die angegebenen Daten auch wirklich stimmen, doch ist bereits klar, dass Telefonica weit hinter den Zielmarken zurückbleibt. Hinzu kommt, dass das Unternehmen auch bei den Netzverbindungen entlang wichtiger Verkehrsstrecken wie Fernbahn-Linien oder Autobahnen schwach dabei ist, wie aus einem Bericht des Manager-Magazins hervorgeht.
Seitdem dies weitgehend abgeschlossen ist und die Kapazitäten für den reinen Ausbau des Netzes wieder zur Verfügung stehen, geht es durchaus zügig voran. Teils werden von der Telefonica deutlich mehr neue Sendeanlagen installiert, als durch die Telekom oder Vodafone - und eine zweistellige Millionen-Forderung könnte diesen Prozess deutlich bremsen. Hier hofft man nun wohl auch darauf, dass die Behörde eigentlich nur Strafgelder verhängen will, wenn die Aussicht besteht, dass diese etwas zugunsten der Verbraucher ändern.
Siehe auch: O2-Chef: Debatte um Gesundheitsgefahren bei 5G ist faktenfrei
Während sowohl Deutsche Telekom als auch Vodafone jeweils mit knapp über 98 Prozent Vollzug meldeten, kam Telefonica selbst nach eigenen Berechnungen gerade einmal auf 84 Prozent. Die Bundesnetzagentur prüft aktuell noch einmal selbst nach, ob die angegebenen Daten auch wirklich stimmen, doch ist bereits klar, dass Telefonica weit hinter den Zielmarken zurückbleibt. Hinzu kommt, dass das Unternehmen auch bei den Netzverbindungen entlang wichtiger Verkehrsstrecken wie Fernbahn-Linien oder Autobahnen schwach dabei ist, wie aus einem Bericht des Manager-Magazins hervorgeht.
Man ringt nach Erklärungen
Die Bundesnetzagentur wird nun wahrscheinlich ein Bußgeld verhängen - die Rede ist hier von rund 30 Millionen Euro. Das will man bei der Telefonica natürlich möglichst verhindern und versucht, Argumente dafür ins Feld zu führen, dass die Lage so ist, wie sie ist. In erster Linie wird hier die schwierige Netzfusion genannt, bei der O2 und E-Plus verschmolzen wurden. Dadurch stieg die Abdeckung zwar teilweise, es waren aber auch hohe Investitionen in eine Konsolidierung nötig, die sogar die Entsorgung von Mobilfunktechnik nötig machte.Seitdem dies weitgehend abgeschlossen ist und die Kapazitäten für den reinen Ausbau des Netzes wieder zur Verfügung stehen, geht es durchaus zügig voran. Teils werden von der Telefonica deutlich mehr neue Sendeanlagen installiert, als durch die Telekom oder Vodafone - und eine zweistellige Millionen-Forderung könnte diesen Prozess deutlich bremsen. Hier hofft man nun wohl auch darauf, dass die Behörde eigentlich nur Strafgelder verhängen will, wenn die Aussicht besteht, dass diese etwas zugunsten der Verbraucher ändern.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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