Neue Vorwürfe: Huawei-Router mit gestohlenen Cisco-Codes entwickelt
Das Drama um die Beziehungen der USA zu Huawei geht in den nächsten Akt. Dem chinesischen Konzern wird nun vorgeworfen, über eine Tochtergesellschaft in Kalifornien Betriebsgeheimnisse des Netzwerk-Ausrüsters Cisco gestohlen zu haben.
Die Vorwürfe richten sich in erster Linie gegen die in den USA ansässige Huawei-Tochter Futurewei. Diese soll verschiedene Quellcodes und andere Unterlagen von Cisco gestohlen und unberechtigt an den Mutterkonzern in China weitergegeben haben, damit dieser einfacher Router konstruieren konnte. Das geht laut einem Bericht des Silicon Valley-Magazins aus einer Stellungnahme des US-Justizministeriums hervor, das die Ermittlungen in dem Fall leitet.
Die so entstandenen Huawei-Router sollen später auch Netzwerkbetreibern in den USA verkauft worden sein. Geschädigt wurde den Angaben zufolge aber nicht nur Cisco. Auch die Rechte an Technologien fünf weiterer US-Unternehmen sollen durch Futurewei verletzt worden sein. Allerdings wurden diese in den bisherigen Statements nicht namentlich benannt - das gilt auch für Cisco, allerdings verweisen die Gerichtsunterlagen auf ein in Texas anhängiges Verfahren, das auf eine Klage durch den Konzern zurückgeht.
Allerdings hatten Huawei und Futurewei in dem Verfahren in Texas indirekt durchaus eingeräumt, fremde Technologien und Codes genutzt zu haben. Denn dort gaben sie zu Protokoll, dass die fraglichen Router zurückgerufen und der widerrechtlich genutzte Code entfernt worden sei. Das geschah, bevor zu dem zivilrechtlichen Verfahren nun auch noch die strafrechtlichen Ermittlungen hinzukamen, so dass es nun sogar passieren kann, dass Huawei die Beseitigung von Beweismitteln vorgeworfen wird.
Siehe auch: Deutsche Telekom: Nokia ist als Huawei-Alternative viel zu schlecht
Die so entstandenen Huawei-Router sollen später auch Netzwerkbetreibern in den USA verkauft worden sein. Geschädigt wurde den Angaben zufolge aber nicht nur Cisco. Auch die Rechte an Technologien fünf weiterer US-Unternehmen sollen durch Futurewei verletzt worden sein. Allerdings wurden diese in den bisherigen Statements nicht namentlich benannt - das gilt auch für Cisco, allerdings verweisen die Gerichtsunterlagen auf ein in Texas anhängiges Verfahren, das auf eine Klage durch den Konzern zurückgeht.
Nur ein weiterer unfairer Vorwurf?
Huawei wies in einer Stellungnahme allerdings sämtliche Vorwürfe zurück. Demnach sei die ganze Sache nur ein weiterer Versuch, den chinesischen Konzern aus dem Wettbewerb mit US-Unternehmen herauszudrängen. Mit staatlicher Hilfe werde hier versucht, das Image des Anbieters zu beschädigen - was sich in eine ganze Reihe ähnlicher Vorfälle in den letzten 20 Jahren einreihe.Allerdings hatten Huawei und Futurewei in dem Verfahren in Texas indirekt durchaus eingeräumt, fremde Technologien und Codes genutzt zu haben. Denn dort gaben sie zu Protokoll, dass die fraglichen Router zurückgerufen und der widerrechtlich genutzte Code entfernt worden sei. Das geschah, bevor zu dem zivilrechtlichen Verfahren nun auch noch die strafrechtlichen Ermittlungen hinzukamen, so dass es nun sogar passieren kann, dass Huawei die Beseitigung von Beweismitteln vorgeworfen wird.
Siehe auch: Deutsche Telekom: Nokia ist als Huawei-Alternative viel zu schlecht
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Christian Kahle
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