Deutsche Telekom: Nokia ist als Huawei-Alternative viel zu schlecht
Von der Politik unter Druck gesetzt versuchte man bei der Deutschen Telekom, für den 5G-Ausbau Alternativen zu Huawei zu finden. So wollte man Nokia eine Chance geben - doch können die Finnen wohl auf keiner Ebene mit der Konkurrenz mithalten.
Nokia soll von der Telekom derzeit weitgehend aus dem Netzausbau herausgehalten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf firmeninterne Dokumente und eine Quelle im Unternehmen. Die Unterlagen sollen von einem Mitarbeiter-Team verfasst worden sein, das die aus dem Konzern zusammenlaufenden Informationen für Termine des Managements zusammenfasst.
Die fraglichen Dokumente waren dabei für Meetings im Juli und November letzten Jahres gedacht, in denen es um das Thema Nokia ging oder bei denen sich Telekom-Vertreter mit Managern des finnischen Netzwerkausrüsters trafen. Aus den Papieren geht dem Vernehmen nach hervor, dass die Systeme der Finnen bei verschiedenen Tests als auch im Einsatz stets mit am schlechtesten abschnitten.
Daher will sich das Telekom-Management nun nach dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona als wichtigster Branchenmesse noch einmal mit Nokia zusammensetzen und hat auch schon einen Forderungskatalog übermittelt, in dem diverse Punkte aufgeführt sind, die Nokia umsetzen müsse, um Aufträge zu bekommen. Und um der Sache richtig Nachdruck zu verleihen, sollen wohl auch Nokia-Vertreter am Donnerstag ins Bundeskanzleramt gebeten worden sein, wo Angela Merkel sich ohnehin mit dem Chef von Ericsson treffen will.
Siehe auch: Bericht: Deutsche Telekom wollte bei 5G voll auf Huawei setzen
Die fraglichen Dokumente waren dabei für Meetings im Juli und November letzten Jahres gedacht, in denen es um das Thema Nokia ging oder bei denen sich Telekom-Vertreter mit Managern des finnischen Netzwerkausrüsters trafen. Aus den Papieren geht dem Vernehmen nach hervor, dass die Systeme der Finnen bei verschiedenen Tests als auch im Einsatz stets mit am schlechtesten abschnitten.
Treffen mit Merkel
Die Bewertung ist recht klar: Nokia ist derzeit der schlechteste Anbieter von 5G-Equipment. Normalerweise könnte man nun wohl einfach entscheiden, das Unternehmen bei der Auftragsvergabe links liegen zu lassen. Aber auch das ist nicht so einfach, da die Alternativen recht rar gesät sind. Denn von diversen politischen Seiten gibt es Druck, den Marktführer Huawei - wenn überhaupt - nur in geringem Umfang heranzuziehen. Und Ericsson allein wäre mit der Aufgabe, alle möglichen Netzbetreiber in Europa zu beliefern, schlicht überfordert.Daher will sich das Telekom-Management nun nach dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona als wichtigster Branchenmesse noch einmal mit Nokia zusammensetzen und hat auch schon einen Forderungskatalog übermittelt, in dem diverse Punkte aufgeführt sind, die Nokia umsetzen müsse, um Aufträge zu bekommen. Und um der Sache richtig Nachdruck zu verleihen, sollen wohl auch Nokia-Vertreter am Donnerstag ins Bundeskanzleramt gebeten worden sein, wo Angela Merkel sich ohnehin mit dem Chef von Ericsson treffen will.
Siehe auch: Bericht: Deutsche Telekom wollte bei 5G voll auf Huawei setzen
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