Bike-Sharing: Allein Mobike verlor 2019 über 200.000 Fahrräder

Das Bike-Sharing wird vielfach als sehr gutes Konzept angesehen, um die Verkehrsprobleme in Großstädten im Griff zu behalten. Die Anbieter haben aber mit dem Problem zu kämpfen, ständig Fahrräder in großem Stil zu verlieren.
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Mobike
Einer der größten Dienstleister in dem Segment ist das chinesische Unternehmen Mobike, das seinen Service gerade in Meituan Bike umbenennt. In diversen Städten weltweit stehen dessen Fahrräder, die ohne feste Leihstationen auskommen, für alle registrierten Nutzer zur Verfügung. Die leichte Verfügbarkeit verführt aber wohl auch zahlreiche Menschen zu einem sehr sorglosen Umgang mit den Miet-Fahrädern. Mobike muss daher immer wieder neue Bikes nachliefern.

Wie das Unternehmen in seiner Bilanz zum vergangenen Jahr mitteilte, seien weltweit insgesamt 205.600 Fahrräder verloren gegangen, berichtete die BBC. In 189.000 Fällen erfuhr man durch Meldungen von Nutzern, die gerade ein Fahrrad mieten wollten, dass diese sich nicht mehr an dem in den Datenbanken hinterlegten Orten befinden oder bis zur Unbenutzbarkeit beschädigt wurden.
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Im Fluss abgestellt

Der Verbleib verschwundener Fahrräder kann unterschiedlicher Natur sein. So werden sie vielfach einfach gestohlen, das Schloss geknackt und der Rahmen umlackiert - und dies trotz der Tatsache, dass die Bikes aufgrund ihres Designs auch in einer anderen Farbe als dem originalen Silber-Orange leicht zu erkennen sind. Ungewöhnlich häufig werden die Fahrräder aber auch einfach von Brücken in den nächsten Fluss geworfen.

Anderen Anbietern geht es dabei nicht anders. So hat sich beispielsweise der in Hongkong ansässige Anbieter Gobee wieder aus Europa zurückgezogen, weil die hohe Vandalismus-Rate dafür sorgte, dass der Dienst sich nicht wirtschaftlich betreiben ließ. Und auch andere Firmen, die sich im Bike-Sharing versuchen, bewegen sich vielfach am Rande des Bankrotts. Wie ein solches Problem zu lösen ist, bleibt vorerst noch völlig unklar.

Wie aus den Berichten Mobikes klar wird, handelt es sich keineswegs um ein Problem der westlichen Märkte, während die asiatischen Nutzer besser erzogen wären. Allein in Peking gab es 2600 Festnahmen aufgrund von Diebstahl oder Vandalismus an Mobike-Fahrrädern.

Siehe auch: Bike-Sharing baut sich in der Nähe von Drogen-Kurieren nur schwer auf
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