Umstellung auf neues System: Schluss mit E-Postbrief zum Jahresende

Die Post hat angekündigt, dass man zum 31. Dezember 2019 den E-Postbrief sowie den E-Post-Mailer einstellen wird. Ersatz will das Unternehmen mit dem sogenannten eIDAS Brief leisten, der ebenfalls eine eindeutige Identifikation von Sender und Empfänger bietet.

Der E-Postbrief ist nach 10 Jahren endgültig Geschichte

Seit dem 14. Juli 2010 war der E-Postbrief in Deutschland nutzbar und sollte eine zuverlässige elektronische Kommunikation zwischen Bürger, Wirtschaft und Verwaltung möglich machen. Die Einführung war damals von einigen Problemen und auch lauter Kritik überschattet worden, die Post wurde unter anderem von einem Gericht dazu veranlasst, die Sicherheit des Systems nicht mit der eines "normalen Briefes" zu vergleichen. Jetzt teilt die Post seinen E-Post-Kunden in einer E-Mail mit, dass der E-Postbrief sowie der sogenannte E-Post-Mailer zum Neujahr eingestellt werden.

"Das Nutzungsverhalten der E-Post-Kunden hat in den letzten Jahren gezeigt, dass für unsere Privatkunden vor allem der digitale Empfang ihrer Briefpost im Fokus steht - natürlich unter der Prämisse hoher Datensicherheit", so die Post in dem Schreiben, das WinFuture vorliegt. Die Einstellung des Systems E-Post geht deshalb auch mit der Einführung einer neuen Möglichkeit zur authentifizierten elektronischen Post einher: Zum 1. Januar 2020 wird man sogenannte "eIDAS Briefe" verschicken können.

Darum bald eIDAS

Mit eIDAS werden die "Electronic Identification, Authentication and Trust Services" gekennzeichnet, die die EU in einer entsprechenden Verordnung definiert. Die Post sieht nach eigener Aussage in dem "EU-weiten Standard für sichere und verbindliche digitale Kommunikation" eine bessere Lösung, als diese mit dem E-Postbrief gegeben war. "Der elektronische eIDAS Brief ersetzt durch qualifizierte Siegel und Zeitstempel gleichwertig die Textform des physischen Briefes und reduziert somit die Notwendigkeit des Austauschs von Papierdokumenten", so das Unternehmen zu den Vorteilen.

In der Konsequenz wird es für Kunden der verschiedenen E-Post-Lösungen aber durchaus etwas kompliziert den Überblick zu behalten. Denn: Die Umstellung auf eIDAS betrifft nur Versand und Empfang rein elektronischer Post. "Der Versand von E-Post Briefen mit klassischer Zustellung (hybrider E-Post Brief) ist über das E-Post Portal und die E-Post APP weiterhin uneingeschränkt möglich", so das Unternehmen. Wer mit den mit der Umstellung einhergehenden Geschäftsbedingungen nicht einverstanden ist, kann innerhalb von sechs Wochen nach Erhalt dieses Ankündigungsschreiben widersprechen und kündigen. Auf einer FAQ-Seite sind Details zum eIDAS-Verfahren einsehbar.

Siehe auch: Ausstieg der USA aus grenzüberschreitendem Post-Versand verhindert

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