Angespielt: Borderlands 3 - Geisel des verhassten Epic Games Store
Der Hauptreiz des Spieles ist und bleibt die Jagd nach immer neuen und wie immer oftmals durchgeknallten Waffen. Hier gibt sich Borderlands 3 keine Blöße, auch wenn es ein weiteres Aber gibt. So haben viele Waffen nun zwei unterschiedliche Feuermodi. Das ist zwar nett zum Experimentieren, kann aber auch mitunter etwas zu viel des Guten sein, weil man den alternativen Modus oftmals vergisst.
Das Inventar ist frickelig...
...die Skill-Trees aber übersichtlich
Was die Grafik betrifft, so gibt es keine Quantensprünge und die waren wohl angesichts der Cel-Shading-Optik auch nicht zu erwarten. Umso verwunderlicher sind die vielen Probleme, über die so manche Spieler klagen. Denn zumindest auf den Laienblick sieht Borderlands 3 nicht wie ein Spiel aus, das selbst gute Rechner zum Stottern bringt. Wir haben die PC-Version auf einem Rechner der unteren Oberklasse getestet und dabei keine signifikanten Probleme festgestellt, ins Schwitzen kam unser PC aber immer wieder trotzdem, sodass der Lüfter gerne und schnell auf das Maximum sprang.
Konkurrenz ist grundsätzlich ja nicht schlecht, ganz im Gegenteil: Steam ist, bei aller Sympathie für Valve, ein De-Facto-Monopolist, und das ist prinzipiell nie gut. Konkurrenz kann also auch Steam nur gut tun, denn davon profitiert letztlich insbesondere einer: der Kunde.
Aber: Wenn die Exklusivität alleine auf Geld basiert und nicht der Qualität des Angebots, dann kann man den Ärger der Gamer verstehen. Denn ja, der Epic Games-Launcher ist eine Zumutung. Funktionell ist dieser eine Wüste, es fehlen enorm viele grundlegende Funktionalitäten. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber wenn man direkt von Steam zu Epic wechselt, dann fühlt sich das an, als wäre das alles irgendwie nicht ganz ernstgemeint, sondern eine ganz frühe Beta.
Das bedeutet auch, dass es viele gibt, die darauf warten, dass die Epic-Exklusivität ausläuft. Das ist für ein Spiel, das ein großes Stück weit von seinem Koop-Modus lebt, natürlich Gift. Denn viele Freunde, die man bei Steam sofort und gerne in seinem Team hätte, fehlen. Überhaupt ist es schwer, jemanden zu finden - wenn man nicht mit Fremden spielen möchte.
Gearbox jubelt natürlich, denn man hat von Epic (das seit Fortnite in Geld schwimmt) sicherlich einen stattlichen Betrag für die Exklusivität bekommen. Aus Spielersicht sind solche Explosivitäten aber höchst unangenehm und sogar ärgerlich. Und Borderlands 3 wird deshalb in der Wahrnehmung so mancher "bestraft", da viele Store und Spiel nicht trennen. Anders gesagt: Epic ist Mist, also muss auch Borderlands 3 Mist sein.
Das hier alles ist also Jammern auf hohem Niveau, dieses hat aber Gearbox mit den hervorragenden Vorgängern, dem einzigartigen Witz und vielen guten Ideen selbst so hoch gesetzt. An diesen muss sich der Entwickler nun also messen und hier gibt es eben das eine oder andere Aber. Leider.
Oje-UI
Wie wenig Gearbox verändern wollte, zeigt sich am Interface. Das ist nämlich im Vergleich zu den Vorgängern weitgehend unverändert. Und das bedeutet: Es ist unverändert schlecht. Es ist unübersichtlich und umständlich, wer etwa im Inventar zwei Waffen miteinander vergleichen will (was man ständig tut), der muss scrollen und rumklicken. Hier hätte Gearbox mehr Mut zur Veränderung an den Tag legen können, ja müssen.
Das Inventar ist frickelig...
...die Skill-Trees aber übersichtlich
Was die Grafik betrifft, so gibt es keine Quantensprünge und die waren wohl angesichts der Cel-Shading-Optik auch nicht zu erwarten. Umso verwunderlicher sind die vielen Probleme, über die so manche Spieler klagen. Denn zumindest auf den Laienblick sieht Borderlands 3 nicht wie ein Spiel aus, das selbst gute Rechner zum Stottern bringt. Wir haben die PC-Version auf einem Rechner der unteren Oberklasse getestet und dabei keine signifikanten Probleme festgestellt, ins Schwitzen kam unser PC aber immer wieder trotzdem, sodass der Lüfter gerne und schnell auf das Maximum sprang.
Hass, Hass, Epic Games Store, Hass
An dieser Stelle muss man natürlich das technische Grundgerüst erwähnen, denn mit Borderlands 3 setzt Gearbox auf die Unreal Engine 4. Und hier sind wir beim vielleicht "heißesten" Thema von Borderlands 3: der Epic Games Store-Exklusivität. Diese hat viele Fans erzürnt, denn die meisten von uns hätten das wohl lieber auf Steam gehabt.Konkurrenz ist grundsätzlich ja nicht schlecht, ganz im Gegenteil: Steam ist, bei aller Sympathie für Valve, ein De-Facto-Monopolist, und das ist prinzipiell nie gut. Konkurrenz kann also auch Steam nur gut tun, denn davon profitiert letztlich insbesondere einer: der Kunde.
Aber: Wenn die Exklusivität alleine auf Geld basiert und nicht der Qualität des Angebots, dann kann man den Ärger der Gamer verstehen. Denn ja, der Epic Games-Launcher ist eine Zumutung. Funktionell ist dieser eine Wüste, es fehlen enorm viele grundlegende Funktionalitäten. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber wenn man direkt von Steam zu Epic wechselt, dann fühlt sich das an, als wäre das alles irgendwie nicht ganz ernstgemeint, sondern eine ganz frühe Beta.
Das bedeutet auch, dass es viele gibt, die darauf warten, dass die Epic-Exklusivität ausläuft. Das ist für ein Spiel, das ein großes Stück weit von seinem Koop-Modus lebt, natürlich Gift. Denn viele Freunde, die man bei Steam sofort und gerne in seinem Team hätte, fehlen. Überhaupt ist es schwer, jemanden zu finden - wenn man nicht mit Fremden spielen möchte.
Gearbox jubelt natürlich, denn man hat von Epic (das seit Fortnite in Geld schwimmt) sicherlich einen stattlichen Betrag für die Exklusivität bekommen. Aus Spielersicht sind solche Explosivitäten aber höchst unangenehm und sogar ärgerlich. Und Borderlands 3 wird deshalb in der Wahrnehmung so mancher "bestraft", da viele Store und Spiel nicht trennen. Anders gesagt: Epic ist Mist, also muss auch Borderlands 3 Mist sein.
Fazit
Wer den gesamten Text hier gelesen hat, der wird möglicherweise den Eindruck bekommen, dass Borderlands 3 kein gutes Spiel ist. Davon kann aber keine Rede sein, ganz im Gegenteil. Die Jagd nach Beute und die rasante Shooter-Action machen Spaß wie eh und je. Fans früherer Teile, die über den miesen Epic-Launcher hinwegsehen können, können schon jetzt jede Menge Spaß mit Borderlands 3 haben.Das hier alles ist also Jammern auf hohem Niveau, dieses hat aber Gearbox mit den hervorragenden Vorgängern, dem einzigartigen Witz und vielen guten Ideen selbst so hoch gesetzt. An diesen muss sich der Entwickler nun also messen und hier gibt es eben das eine oder andere Aber. Leider.
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