Unerlaubte Gesichtserkennung:
Facebook fürchtet Milliarden-Strafe
Ein Berufungsgericht in San Francisco hat ein neues aufsehenerregendes Urteil gegen den Social-Network-Riesen Facebook ausgesprochen. Dabei geht es um einen alten Streit: Facebook hatte für die Erkennung von Personen auf Fotos eine Gesichtserkennungssoftware genutzt und Nutzern unzureichende Angaben darüber gemacht.
Facebook hatte demnach Gesichter der Nutzer ohne deren Einwilligung biometrisch erfasst und gespeichert, um die Auswertungen für eine Bilderkennungs-Software zu nutzen. Schon im Jahr 2015 hatte es dazu in den USA eine Sammelklage und entsprechende Untersuchungen gegeben. Es folgten erste Urteile und die Berufung durch Facebook. Jetzt wurde der Fall von dem Berufungsgericht in San Francisco zugelassen. Facebook ist mit der Berufung gescheitert, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Facebook erklärte bereits Berufung einlegen zu wollen: "Wir haben immer unseren Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie offenbart und dass Menschen sie jederzeit ein- und ausschalten können", hatte ein offizieller Sprecher des Unternehmens in einer E-Mail gegenüber Reuters unterstrichen. Dass das Unternehmen also weiter gegen das Urteil kämpfen will, ist klar.
Wie hoch die Strafe nun ausfallen wird ist noch unklar. Es geht dabei vor allem um Schadensersatz, der an die betroffenen Nutzer ausgezahlt werden müsste - der kann zwischen 1000 und 5000 Dollar pro Person betragen. Laut Medienberichten dürfte die Strafe damit schnell mehrere Milliarden Dollar betragen.
Erst im Juli hatte Facebook bereits eine Rekordstrafe in Höhe von 5 Milliarden Dollar für den Fall Cambridge Analytica zahlen müssen.
Problematisch wird eine Ausnutzung der Daten
"Diese biometrischen Daten sind so sensibel, dass es, wenn sie kompromittiert werden, einfach kein Zurück gibt", sagte Shawn Williams, einer der Anwälte der Sammelklage. "Es ist nicht wie eine Sozialversicherungskarte oder Kreditkartennummer, wo man die Nummer ändern kann. Du kannst dein Gesicht nicht ändern."Facebook erklärte bereits Berufung einlegen zu wollen: "Wir haben immer unseren Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie offenbart und dass Menschen sie jederzeit ein- und ausschalten können", hatte ein offizieller Sprecher des Unternehmens in einer E-Mail gegenüber Reuters unterstrichen. Dass das Unternehmen also weiter gegen das Urteil kämpfen will, ist klar.
Wie hoch die Strafe nun ausfallen wird ist noch unklar. Es geht dabei vor allem um Schadensersatz, der an die betroffenen Nutzer ausgezahlt werden müsste - der kann zwischen 1000 und 5000 Dollar pro Person betragen. Laut Medienberichten dürfte die Strafe damit schnell mehrere Milliarden Dollar betragen.
Erst im Juli hatte Facebook bereits eine Rekordstrafe in Höhe von 5 Milliarden Dollar für den Fall Cambridge Analytica zahlen müssen.
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